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Nux vomica

Auch die Nux vomica gehört zu den homöopathischen Arzneimitteln. Sie ist ein wirklich großes Mittel, in den Büchern findet ihr sie sogar als Konstitutionsmittel. 

 

Eine gute Überschrift für Nux vomica wäre: Bauchschmerzen und Stress. 

Man stellt sich diese Konstitution immer vor als den überbeschäftigten Managertypen, der immer in Eile ist, der sich daher auch immer zu wenig Zeit nimmt zum Essen, schlecht kaut, schlecht verdaut- und ohnehin immer nur Fastfood zu sich nimmt.

 

So passt die Nux also auch oft bei den gestressten Geschäftsführern oder auch für sonst ganz ruhig lebende Personen, die dann aber mal zwischendurch ordentlich in Stress geraten. 

 

In der Kinderwunscharbeit nutzen wir andere Eigenschaften der Nux vomica. 

Natürlich finde ich, dass eine Mutter ebenso in einen solchen Stress geraten kann und ich habe sie besonders beim Spagat zwischen Haushalt und Beruf mehrfach erfolgreich eingesetzt. 

 

Nux vomica ist die Frucht des Brechnussbaumes. Nux bedeutet: Nuss, vomiting heißt im Englischen : sich übergeben. 

Wie kommt es da nur zu diesem Übergeben? 

In unverdünnter Form enthält der Brechnussbaum Strychnin, eine hochgiftige Droge.Strychnin wird in hochverdünnter Form ja auch als Arzneimittel angewendet. Gibt man zuviel davon, wird der Mensch krank. 

 

Hieraus möchte ich euch gern eine „Eselsbrücke“ ableiten, um eine ganz wichtige Indikation für Nux vomica zu bauen: Folge von Vergiftungen, Folge von Arzneimittelabusus. 

 

In der gewöhnlichen Homöopathie ein weites Anwendungsfeld!

 

 

Wie aber kann das in der Kinderwunschtherapie aussehen? 

Sicherlich ist es für die Empfehlung einer Gabe Nux vomica schon ausreichend, wenn eine Frau über einen längeren Zeitraum Arzneimittel zu sich genommen hat. 

Schon ein oder zwei Wochen Antibiotika können ausreichen, um in unserem Körper nachhaltig Schäden zu verursachen. 

Das soll jetzt um Gottes Willen nicht heißen, dass Antibiotika etwas schlechtes wären! Nein, so meine ich das nicht. Wir alle aber kennen ja zum Beispiel die Nebenwirkung, die unsere Darmflora für lange Zeit aus dem Gleichgewicht bringt. 

Viele Menschen waren immer schlank, nach einer Antibiose aber kann sich das dann durchaus ändern, der Darm ist aus der Balance, es wird anders verdaut, also nimmt der Darm an Umfang zu, weil er eigentlich chronisch gereizt ist, die Folge davon ist ein dicker Bauch. 

Hier täte beispielsweise Nux vomica Not, und eine vernünftige Darmsanierung.

 

Es gibt auch andere Arzneien, die. Über einen längeren Zeitraum verabreicht, unseren Körper verlernen lassen, seine Aufgabe am Ende wieder selbst zu übernehmen.

Ein gutes Beispiel hierfür sind die Schilddrüsenhormone, die man gerne bei Unterfunktionen verschrieben bekommt. Der Körper weiß genau, wie viel er davon im Umlauf hat. Weshalb sollte er selbst welche herstellen, wenn ja bei medikamentöser Einstellung stets genügend vorhanden sind. 

 

Das gleiche gilt für die Hormone an sich. Ständig sind sie am tanzen, passen sie sich unseren Lebenssituationen und Gefühlszuständen an. Da kann es gut sein, wir sind mal so richtig schön down, es ist vielleicht noch Herbst und es regnet, dass wir dann unsere Hormone messen lassen und das Ergebnis aussagt: Unter dem Durchschnitt!

 

Wenn wir dann nicht abwarten können, bis „der Frühling“ wieder kommt, bis Action in unser Leben kommt und vielleicht noch eine gesunde Portion Stress und Verliebtheit, und der Körper wieder die entsprechende Hormonausschüttung initiiert, dann kann es sein, das wir in die gleiche Mühle geraten: Wir nehmen die Hormone medikamentös zu uns. Dann kommt der nächste „Frühling“, doch unser Körper verpennt das, weil ihm die vorhandenen Hormone als ausreichend erscheinen. 

Auf diese Art und Weise wird unser Körper faul, Dinge zu tun, die er sonst immer tut: Korrigieren. 

 

Ich habe eine Hochachtung vor dieser, unserem Körper eigenen Intelligenz, vor dem Bestreben, die Dinge ständig zu korrigieren, zu heilen. 

Und ich glaube, er ist da immer noch wesentlich klüger, als aller medizinischer Fortschritt zusammen. 

 

Und ich weiß, dass man ihn besser nicht schlafen lassen sollte, dass man ihn besser aus seiner „Faulheit“ wieder herausholen sollte. Denn zum gesund werden und - bleiben brauchen wir seine Mitarbeit - unbedingt. 

Manchmal treffen wir eine solche Faulheit an, wenn Frauen nach jahrelanger Einnahme der Antibabypille diese dann absetzen. 

Wie lange nehmen wir die Pille? Oft viele Jahre lang. Die ganze Zeit lang sind wir chemisch in den Zustand einer chronischen Schwangerschaft versetzt worden. 

Da kann es gut sein, dass so manch ein Körper erst ein mal wachgerüttelt werden muss, dass man die Information der Dauerschwangerschaft wieder aus ihm herausbekommen muss. 

Und hier finden wir den Einsatz von Nux vomica. Dies wäre sie, die Indikation: Arneimuttelabusus. 

Wenn nach Absetzen der Pille vielleicht der Zyklus etwas „taumelt“ oder sich vielleicht erst mal eine Zeit lang gar nicht einstellen mag, dann geben wir sie. 

Wenn wir für eine Ausschabung oder einen Kaiserschnitt vielleicht eine Narkose erhalten haben, dann auch. 

Wenn wir eine Antibiose hinter uns haben.

Oder nach hormoneller Stimulation. 

Aber auch, wenn wir nach einer durchtzechten Nacht am nächsten Tag mit einem dicken Kater aufwachen, ist sie angezeigt.

 

Wir geben sie als einmalige Gabe von 10 Kügelchen in der C 30.

Nach dem Absetzen der Pille, und besonders dann, wenn man sie lange genommen hat, dann kann man mehrere Gaben Nuc vomica über einen längeren Zeitraum geben. Beispielsweise im Abstand von ein bis drei Wochen.

(Wie lange und wie oft nimmt man ein Mittel?

 

Um den Körper zu entgiften. 

Um ihn wachzurütteln. 

Ihn wieder fleißig werden zu lassen. 

Und, um sicher zustellen, dass nicht doch die eine oder andere Blockade entstanden ist, die dann anderen gut gewählten homöopathischen Mitteln dann ständig im Wege stehen würde. 

 

Nach Narkosen geben wir sie gerne gemeinsam mit Arnika und Aconitum, jeweils in der C 30.

 

Nach Absetzen der Pille kommt sie in der Kinderwunschtherapie immer VOR der Sepia !!