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Ein Weiberclan, ein Portal und ein Kongress

Ein Weiberclan, ein Portal und ein Kongress

Ein Weiberclan, ein Portal und ein Kongress

 

Meine lieben Frauen,

am 12. und 13. März 2005 wird im Würzburger Juliusspital der 1. Kinderwunschkongress stattfinden. Das ist kein Kongress, wie man ihn sonst erlebt, er ist nicht von kommerziellen Veranstaltern einfach so zusammengewürfelt, er ist auch nicht von der Pharmaindustrie veranstaltet. Ist er nicht.

Was ist er dann?

Er ist von uns Frauen gemacht. Von Frauen für Frauen.

Und wie das alles kam, dachte ich mir, schreibe ich euch hier einfach mal auf. Von ganz, ganz vorne:

Am Anfang war die Moni......



Es war einmal eine Frau in den neuen Bundesländern, die hatte richtig was am Rechner drauf.
Und wie es damals so üblich war, baute sie sich eine „private Homepage“. Darin stellte sie sich vor, ihre Kinder, ihren Mann, ihren Hund. Und sie tat noch etwas: Sie stellte auch ihr kleines Sternenkindchen vor. Paul.

Paul verließ diese unsere Welt durch einen medizinisch indizierten Abbruch und hinterließ ganz viel Trauer und Einsamkeit in seiner Familie. War unsere Moni vielleicht die erste Frau, die ihr geliebtes Sternenkind auf diese Art und Weise vorstellte? Die erste, die damit ein stilles gesellschaftliches Tabu brach und so aus sonst eisernem Schweigen nach und nach warmherzigste Nähe schuf ? Ich weiß es nicht, es könnte aber gut sein. Ab sofort bekam sie darauf viele Emails von Frauen, die ganz ähnlich betroffen waren, es begann ein reger Austausch.

Diese „Gespräche“ um die Sternenkinder tat allen gut, aber bald waren es so viele, dass Moni nicht mehr alle Mails beantworten und bewältigen konnte, also schuf sie ein öffentliches Forum. Unter www.glueckloseSchwangerschaft.de konnten sich ab sofort Frauen austauschen, die ihr Kind verloren hatten, sei es vor, bei oder nach der Geburt. Den Link braucht ihr nicht weiter zu verfolgen, den hat sich dann eine „Selbsthilfegruppe“ zum selben Thema dann eingefordert, Moni gab nach und wir zogen alle um zu den www.schmetterlingskindern.de.
Das Forum wuchs und wuchs. Endlich konnten betroffene Frauen, stille Mütter sich ihre Seele frei schreiben, wir uns alle untereinander austauschen und gegenseitig helfen. Man könnte fast schon sagen, das Schmetterlingsforum ist eine ganz freie Form der Trauertherapie, für mich war sie das jedenfalls.
Inzwischen sind Jahre vergangen. Jahr um Jahr betreut Moni ihre Seiten, die Foren, auch wenn heutzutage ganz vieles sich in technische Arbeit entwickelt hat, so weiß Moni doch stets über alles Bescheid, unterstützt neue Entwicklungen. Vieles in ihrem Leben hat sich sehr verändert, die Foren aber blieben. So manches Mal erlebte ich eine Moni, die zeitweise befürchtete, sie könnte all das nicht mehr leisten und finanzieren. Eine Moni, die nach Wegen suchte, die Foren vielleicht in professionelle Hände zu geben, um selbst dann wieder auf den grünen Zweig zu kommen.
Wir fanden aber solche Hände nicht. Besonders das Trauerforum ist so einzigartig, dass es eben bleiben musste, wie es ist. Auch wenn dies für Moni immer und immer wieder hieß: weitermachen! Irgendwie weitermachen.

Moni ist heute Mutter von drei lebenden Kindern, alleinerziehend, berufstätig, nebenbei ist sie Stillberaterin, macht Babymassage, ist Ansprechpartnerin im Thüringer Raum für trauernde Frauen, sie kann Emotionalkörpertherapie, die Fruchtbarkeitsmassage, sie kann Frauen im Kinderwunsch begleiten, sie ist der „Fels in der Brandung“ des Weiberclans und: Sie ist vorgestern Omi geworden!
Herzlichen Glückwunsch Moni!


Dann kam Biggi.....



Das bin ich. Mein Sohn Jannik starb kurz vor seiner Geburt in der 23. SSW. Ich war damals vollkommen schockiert, schloss meine Praxis in Berlin, die ich 10 Jahre lang geleitet hatte, zog meinen Schlafanzug an, zog ihn nicht mehr aus. Ich ging einzig vor die Tür, um laut und lange meinen Protest kundzutun über die Art und Weise, in der damals mit uns stillen Müttern in vielen Kliniken noch umgegangen wurde. Ich hatte keinen Bauch mehr, aber auch kein Baby, ich hatte kein Wochenbett, entbunden hatte ich aber sehr wohl.
Morgens um halb sechs wurde ich aus der Klinik entlassen, müde, hungrig, ohne ein Recht auf den Körper meines Sohnes, der noch kein Bürger dieses Landes war, weil er dafür einfach zu wenig gewogen hatte. Ihn aus der Pathologie freizubekommen war ein Kampf gegen die Windmühlen, den kämpfte ich, und ich kämpfte gleich noch weiter. Es folgten mehrere Fernsehbeiträge, ich hoffe, dass wir technisch bald mal soweit sind, diese hier zum Download herein zustellen.

Das ist nun gut 5 Jahre her und manchmal kann ich kaum glauben, dass in so wenig Zeit so viel geschehen ist. Wir haben wirklich viel verändert.
Mitten in dieser meiner Protestzeit traf ich zunächst auf Conni von www.die-muschel.de, die Ärmste musste mit mir mein „Erstgespräch“ führen, und zugleich auch auf die Foren der gluecklosen Schwangerschaft, hier hatte ich meine kleine Welt gefunden, in die ich mich Tag für Tag und viel mehr noch Nacht für Nacht zurückzog und in Siebenmeilenschritten meine Trauerarbeit leistete. Ich hatte schon Angst, ich wäre süchtig nach den Foren, das war ich aber nicht, ich habe sie nur für eine gewisse Zeit in meinem Leben sehr, sehr gebraucht.
Bald hatte ich so neue Freundinnen gefunden, „virtuelle“ Freundinnen, und als die erste von ihnen sich bald nach einem weiteren Kind sehnte, konnte ich mich nicht zurück halten, ich half, und gab damit auch meine „Anonymität“, die ich bis dahin in den Foren ja hatte auf.

Ein halbes Jahr nach Janniks Tod steckte ich wieder in der Kinderwunscharbeit, aus der ich ja einmal gekommen war, in die ich aber eigentlich gar nicht mehr zurück gewollt hatte. Im November 1999 fand in München das erste Kinderwunschseminar für trauernde Mütter statt. Kurz danach richtete mir Moni ein eigenes Forum ein, weil es einfach so viele Fragen zu diesem Thema gab. So arbeitete ich also doch wieder im Kinderwunsch und der Homöopathie, zunächst ausschließlich für „unsere“ Frauen, also für unsere trauernden Mütter.
Mein Forum sprach sich aber herum, und wie! Ganz schnell ging das, da kamen aus anderen, ganz üblichen Kinderwunschforen die Frauen zu den Schmetterlingskindern, und ich lernte, wie wichtig diese Arbeit gerade in naturheilkundlicher Hinsicht ist. Es wurde höchste Zeit, eine Homepage zu schreiben, das tat ich, und bis heute wird sie von weit über 10 000 Frauen monatlich besucht. Viele Frauen schrieben mir dann: „Liebe Biggi, kannst du nicht mal ein Buch schreiben, dann kann ich dich mit ins Bett nehmen“.
Das tat ich dann auch. Mein Buch „Babygeflüster“ wird hoffentlich zum Jahreswechsel fertig sein, es ist schon seit Wochen im Lektorat.
Als ich das fertig hatte, war mir noch mal klar, dass ich jeden Tag weiter lerne, und weiter und immer noch weiter. Und vor allem, das „die Sache an sich“ immer weiter geht, dass wir Frauen uns ganz wunderbar gegenseitig helfen können.

Dann kam Heike.....



Ich merke gerade, dass ich hier keine vollkommen korrekte Chronologie hinbekomme, das alles greift natürlich ineinander, ich mach aber trotzdem mal hier so weiter.
Heike ist meine beste Freundin. Früher sind wir immer zusammen verreist, später haben wir zusammen gebaut, seit 12 Jahren wohnen wir direkt nebeneinander. Wir haben uns ein süßes kleines Wallfahrtsdorf im Berliner Umland dazu ausgesucht, und manchmal munkelt man, Tremmen sei ein heimliches Kinderwunschmekka
Zuerst aber war das ganz anders. Heike arbeitete in der Wirtschaft, und ich zottelte sie an den Wochenenden immer mit zu meinen Seminaren. So lebte sie einen ordentlichen Spagat. Tagsüber Marketing und Männerwirtschaft, abends und am Wochenende dann Weiberkrams und Emotionalkörpertherapie.

Anfangs dachte sie noch, sie könnte den Weiberkrams in ihren Beruf einfließen lassen, das blieb aber lange Theorie. Dann kam ganz praktisch ihre Tochter Anna, und Heike war zuhause. In dieser Zeit schnatterte ich sie täglich voll, mit all meinen Ideen, Fragen und Hoffnungen. So begleitete sie mich also nicht nur in meiner Trauer, sie war auch ganz dicht an jedem weiteren Schritt, den die Foren allmählich gingen.

Bald war sie schon mitten drin in Trauer- und Kinderwunscharbeit , gab längst Seminare. Und dann kam die Zeit, da überhäuften mich viele „ehemalige“ Kinderwunschfrauen mit Fragen über Gesundheit und Erziehung ihrer jüngsten Sprösslinge. Ich jedoch konnte das nicht auch noch schaffen. Ich stiefelte also durch den Garten und erklärte Heike, dass sie das jetzt übernehmen müsse. Da rannte ich natürlich offene Türen ein, Heike tat nichts lieber,
als die www.mutterseite.de ins Leben zu rufen und dort ein ganz gemütliches Forum rund um die Mutterschaft zu moderieren, natürlich ganz in ihrem üblichen herzlichen Tonfall.

Tina 13....



Tina lernte ich vor vier Jahren auf einem meiner Seminare kennen. Dann kam sie auf noch eines. Aber sie wurde einfach nicht schwanger. Das ärgerte mich sehr. So sehr, dass ich sie auf weitere Seminare einlud. Bald unterstützte sie mich, und bald lernte sie und lernte. Tina ist eine Frau, die ist einfach unglaublich gut darin , in den Bäuchen anderer Frauen die Gefühle zu lesen. Um nicht zu sagen: saugut! So bat ich sie immer wieder an die Bäuche „meiner“ Frauen und wir wurden richtig gute Freundinnen. Endlich wurde dann auch Tina schwanger, im März wurde Henriettchen geboren, sie ist einfach zum knuddeln. Tina begleitet Frauen im Norddeutschen Raum.

Christine......



Christinchen kam zeitgleich mit Tina zu uns. Auch sie lernte ich einst auf einem Seminar kennen, auch hier wurde eine Freundschaft daraus. Und auch Christine hat längst Schwerpunkte. Erstens kennt sie sich am besten von uns mit der Reproduktionsmedizin aus. Sie ist ausgebildet in systemischer Familienaufstellung, EKT, Trauerarbeit und hat ein Superhändchen, was Konfliktlösung und die Auflösung von Traumen betrifft.Sie begleitet Kinderwunschpaare als Coach durch die Behandlungszyklen, gibt Seminare zur Fruchtbarkeitsmassage und macht Einzel- und Paarberatung Christine hat drei lebende Töchter, ihren Sternenjungen Aljoscha und eine Enkeltochter. Sie arbeitet im Frankfurter Raum.

Simonchen....



Auch Simone kam sowohl über ihre Trauer als auch über ihren Kinderwunsch zum Weiberclan. Ja, das war immer irgendwie ein wenig ähnlich. Wir lernten und kennen, wir unterstützen uns,ihr Mann Berni kochte zusammen mit Christine’s Mann Klemens für so manches Seminar. Simone ist dabei eine absolut gute Homöopathin zu werden, sie kann Cranio, im Augenblick aber ist sie in erster Linie Mutter. Wunschkind Oskar ist wie Henriettchen auch ein „Lübeckbaby“ und gerade mal 7 Monate alt.

Gisimaus.......


Unsere Gisela arbeitet seit Jahren hier im Hintergrund, sie macht meine Homepage und wuselt pausenlos rund um die Technik. Logisch, dass sie und Moni ganz viel gemeinsam machen.


Der Clan......



Irgendwann einmal, und die anderen mögen mich ganz unbedingt ergänzen, wenn ich hier patze, wie war das eigentlich. Wir mailten zunächst, erst wenig, dann ganz doll, dann lud ich alle mal nach Tremmen ein, wir liebten uns und nahmen uns vor: Wir machen so weiter. Hand in Hand. Von Frau zu Frau. Wir wussten, wir brauchen diese gegenseitige Unterstützung. Gewiss es gab und gibt immer ganz viel Unterstützung auch aus den Frauen der Foren heraus, so, wie die Forumsfrauen sich auch immer wieder gegenseitig unterstützen. Der Weiberclan aber war etwas besonderes. Hier ging es um den ganzen Stress im Hintergrund der Forenarbeit. Hier ging es auch immer wieder darum, einen Zusammenhalt zu haben, heraus zu kommen aus dem Einsamkeitsgefühl, was man manchmal haben kann, wenn man ein Weltverbesserer ist, vor allem aber auch darum, die Arbeit zu SICHERN und Pläne und Perspektiven zu schmieden.

Glaubt mir, gemeinsam war alles einfacher. Bata und Zazie sind von Anfang an als Verstärker dabei. Und wir haben so manch eine Krise gemanagt. Viele Frauen lachen da, wo eine einzige vielleicht weinen würde. Unter diesem Motto haben wir per E-Group und eigenem Chat so ziemlich alles hinbekommen. Und wir fühlen uns weiterhin guter Dinge, die Welt zum guten hin zu verändernJ


Das Portal...



Lange schon ist uns klar, was einfach nicht zu übersehen ist: Es gibt eine Brücke.
Eine Brücke von den Schmetterlingskindern über die Kinderwunschhilfe hin zur Mutterseite.
Es ist ein Thema, es ist eine Sprache, es ist eine Freundschaft. Deshalb arbeiten wir inzwischen schon seit einem Jahr daran, alle drei Seiten in einem einzigen Portal zusammen zu fassen. Emotional sehnen wir uns danach, brauchen wir das, technisch ist das aber nicht so ganz einfach. „Frauenworte“ sind das, was uns verbindet. „Frauenworte“ sprechen die Dinge eben anders aus und haben meistens ihre eigene Wahrheit.
Unter Frauenworte wird daher auch unser Portal zu finden sein.


Der Kongress.....

Wir trauen uns was.
Weil wir eben nicht mehr alleine sind, wir haben uns und alle Forumsfrauen haben alle Forumsfrauen. Wir haben uns irgendwie alle gegenseitig. Da hat man was. Vor allem Mut.

Wir haben uns gedacht, dass es wohl nicht funktionieren wird, wenn wir uns in einen Schaukelstuhl setzen und darauf warten, dass die Pharmas eine Kräuterpille zum Kinderkriegen entwickeln. So, wie auch der Umgang mit unseren Sternenkindern sich nicht von selbst geändert hat, sondern erst, als Frauen zu diesem Thema lauter wurden.

Das möchten wir nun, wir möchten laut werden zu unseren Themen, und das erste Thema wird die alternative Kinderwunscharbeit sein. Nennt es Kongress, nennt es gerne Tagung, so ganz richtig passt das wohl alles nicht. Wir intern haben es längst „Weiberspektakel“ genannt.

Wir werden zusammenrufen, was wir an alternativen Therapieansätzen kennen und mobilisieren können, Homöopathie, Reflexzonenmassage, Luna-Yoga, Psychotherapie,
Referenten von homöopathischen Firmen usw.
Wir werden aber auch selbst da sein, und all die Dinge sagen und weitergeben, die wir schon immer sagen und weitergeben. Nicht nur Therapeuten. Sondern auch Frauen.
Wir werden ein Wochenende gestalten voll an Information, die es sonst nirgendwo anders gibt, und voll von Workshops zum ausprobieren und drauflos arbeiten. Miteinander.


Ich schreibe euch das hier, weil ich weiß, dass viele von uns hier die eigentlichen Anfänge gar nicht mehr kennen, weil viele sich manchmal fragen: „Moni? Hä ? Wer issn Moni?“, weil natürlich nur wenige wissen, welch ein Aufwand , welch eine Geschichte und welch ein gemeinsamer Geist hinter all dem hier steht.
Und, damit ihr diesen Geist vielleicht ein wenig mittragt, uns euren Segen gebt und euere guten Wünsche auf dieser spannenden nächsten Etappe.

Jede Frau, die einfach „ nur „ hier ist, trägt uns auf gewisse Weise mit, macht uns Mut, zaubert Perspektiven , Pläne und Träume in unsere Herzen. Wir tun das für uns und für jede von uns. Und damit das möglichst verständlich ist, habe ich einfach mal bei den Wurzeln angefangen, um zu erklären, von welchen Früchten wir träumen.

Lieber Gruss

Biggi und Heike

(und die anderen Clansweiber werden hier hoffentlich fleißig ergänzen und Frage und Antwort stehen!!)