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Das Leben spendende Prinzip

 

 

Biggi / 18-02-2003


"Das "Leben-Spendende-Prinzip""



Ihr Lieben,
schon wieder ist soviel Zeit vergangen, und ich möchte endlich weiterschreiben, euch mitteilen, welche Sicht des Kinderwunschprozesses sich ganz offenbar tief in unserem Unterbewusstsein befindet. In jeder von uns. Als wäre es gespeichert als „Wissen um das Leben an sich“. Ohne dass wir sagen könnten, woher wir denn dieses Wissen haben.



Was braucht es eigentlich mehr, als eine Frau und einen Mann, als eine Eizelle und einen Samen, damit daraus neues Leben entstehen kann??



Es wäre vermessen, wenn ich behauptete, die Antwort darauf zu kennen. Denn sie käme dem Stein der Weisen gleich.



Wir alle wissen, dass die Entstehung neuen Lebens auch den Gesetzen des Lebens unterliegt.


Wir alle wissen, dass es diese Gesetze gibt.
Und daher wundert sich auch niemand wirklich, dass diese Gesetze sich nicht wirklich umgehen lassen.



Wer auch immer sich vorgenommen hat: „Jetzt werde ich schwanger“, und dies aber nicht gleich werden konnte, der weiß das.


Wer auch immer sein Thermometer liebt, und die Entstehung neuen Lebens mit Temperaturkurven und Kalendersex zu kontrollieren versuchte weiß das.
Wer auch immer die Erfahrung künstlicher Befruchtung machte weiß das.
Wer auch immer einen Verlust erleben musste weiß das.
Eigentlich wissen es doch alle, stimmts ?


Tief in uns gibt es das Wissen um diese Lebensgesetze.
Wir können mehr oder weniger spüren, wann wir uns mit ihnen bewegen, und wann gegen sie.


Und dennoch scheint es so schwer, diese Gesetze , die wir zwar nicht gemacht haben, nach denen wir aber alle leben, einmal zu formulieren.



Ich kann das auch nicht.
Allein schon die ungefähre Vorstellung davon zu vermitteln, was mein inneres wohl zu wissen scheint, fällt mir enorm schwer.



Also bin ich ein wenig wie Aschenputtel: „ Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen......“. Ja, so ähnlich ist das wirklich. Ich kann die Lebensgesetze vielleicht nicht beschreiben. Aber wenn ich mit dem Herzen schaue, dann kann ich spüren, ob das, was ich sehe oder denke, was ich fühle, wie ich handele, eben diesen Gesetzen entspricht – oder eben nicht.



Auf dieser meiner eigenen Erfahrungsgrundlage möchte ich nun gern versuchen, mit euch ein Bild aufzubauen. In Wahrheit ist dieses Bild entstanden während einer Aufstellung im Hammerschloss.


Da fünf Teilnehmer mal einfach ebenso nicht erschienen, bekamen wir ein im Gegenzug ein großartiges Geschenk: wir hatten nämlich ganz, ganz viel Zeit.! Zeit genug für Platz zum „experimentieren“- und den nutzten wir gerne.
Wir beschlossen, eine Matrix aufzustellen. Eine Matrixaufstellung ist keine persönliche Aufstellung mehr, so wie wir es sonst kennen: ich stelle MEINEN Mann auf, MEINE Kinderseele. Stellt man eine Matrix auf, dann ist das DIE Frau. DIE Frau , die für alle Frauen der Welt zusammengenommen steht und zwar vom Anbeginn der Zeit , also gerne auch von Eva an, bis hin weit in die Zukunft. Aus einer solchen Aufstellung kann man enorm viel lernen, fühlen und verstehen. Und sie berührt immer noch eher unser Unterbewusstsein, als unser „Kopfwissen“.



Um so richtig tief hinein fühlen zu können, stellten wir nicht das gesamte Feld auf einmal auf. Nein. Matrix für Matrix stellten wir erst dann hinzu, wenn sich die vorherige gut positioniert hatte, und wir uns gut in sie hineinfühlen konnten.



Zunächst stellten wir die Matrix DER Frau auf. Sie befand sich ganz allein auf dem Parkett und durfte ausgiebig in sich hinein fühlen. Sie beschrieb sich als urmütterlich, weich, warm und unglaublich #### zunächst, dies wuchs dann weiter, bis sie sagte: „Ich habe eine unglaubliche Weite.“
Es war wunderschön diese Frau zu sehen, fast so, als wäre sie die erste und einzige Frau der Welt, und es war beglückend, wie nah wir uns ihr fühlen konnten, ihr, die da so vollkommen gesund mit sich und ihrer Umgebung sein konnte. Und wie wunderbar stark und sanft zugleich sie war. Ihren Wirkungskreis beschrieb sie mit ihren Armen immer wieder ganz horizontal und unendlich.



Nachdem wir hier hereingespürt hatten, stellten wir die Matrix für DEN Mann auf. Auch hier ist wieder (und das gilt für die gesamte Aufstellung) nicht ein bestimmter Mann gemeint, sondern DER Mann, der Mann seit Adam, der Mann der Zukunft und der Mann aller Männer auf der ganzen Welt zusammen genommen.


Wir führten ihn aufs Parkett und ließen ihn seinen Platz selbst finden. Er stellte sich in gebührenden Abstand neben die Frau......... und fühlte sich verloren!
Damit hätten wir keinesfalls gerechnet. Eigentlich nahmen wir an, beide, unsere Frau und unser Mann seien nun froh, endlich jemanden zum schmusen zu haben, zum gemeinsamen Leben. Und, dass sie sich sofort ergänzen würden. So aber war es nicht. Der Mann klagte: „ Ich bin viel zu klein. Und ich weiß eigentlich gar nicht, was ich zu tun habe. Und wo es hier lang geht. Mir fehlt jedwede Orientierung.“


Da waren wir baff. Hatte doch unsere Matrixfrau ihre Position so wunderbar und selbstverständlich eingenommen und ausgefüllt, kannte unser Mann zwar seinen Platz. Mehr aber nicht. Er kannte seine Aufgaben nicht, er sehnte sich danach seine Perspektiven und Ziele zu kennen, kam aber alleine nicht drauf. Und die Frau neben ihm erschien ihm respekteinflößend und mächtig. Ein so großer Respekt, den man beinahe hätte als Angst hätte bezeichnen können.



Uns kamen sofort Bilder des Matriarchats hoch, hinterher sprachen wir darüber, dass dies ja vielleicht ein Grund sein könnte, dafür, dass Frauen immer Angegriffen wurden, ebenso, wie der heilige Raum, und das schon seit Urzeiten. Ich schätze, hätten wir eine Feministin mit ins Feld gestellt, sie hätte nicht aufgehört, vor Selbstbestätigung zu jubeln.


Dies aber war nicht im entferntesten unsere Intention. Im Gegenteil, wir grübelten schleunigst darüber nach, was dem Mann denn fehlen könnte. Er half uns, sagte, hier direkt seitlich hinter ihm, auf der der Frau abgewandten Seite, dort fehle ihm etwas. Mehr brauchten wir nicht, wir stellten ihm „seine Unterstützung“ an die Seite, und versuchten dann durch Befragung, herauszufinden, wer oder was denn dort steht.
Es war etwas, wofür wir womöglich nicht einen einzelnen Begriff haben, es umschreibt sich aber mit: Leitbild, Tradition, Perspektive, Verhaltensschema.
Ohne dies war er unglaublich schwach.
Mit ihm aber konnte er seinen Platz dann einnehmen.



Er erinnerte mich an den Knight-Rider, an einen tapferen „David- Hasselhof- Macho-Mann“, dessen Lebensinhalt es ist, Menschen zu retten und Gutes zu tun. Der dies allerdings nur dann und deshalb kann, weil er per Funk, sozusagen aus der Zentrale über seine nächste Aufgabe informiert wurde, und darüber, was nun zu tun sei. Und wie viele Bücher übers „Reden und Einparken“ hatte ich gelesen, in denen stand es immer ähnlich: „Sage deinem Mann deutlich an, was du wünschst, er kann es dir nicht an der Nasenspitze ablesen“



Hier stand er also vor uns. Unser Matrix-Mann, der erst mit seinen Traditionen und Leitbildern an seiner Seite zu seiner wirklichen Kraft gedeihen kann. Sie beide zusammen ergaben das Complet – und fühlten sich nun auch wirklich wunderbar vollständig an.



Nun dachten wir natürlich, unsere beiden, Matrix-Mann und Matrix-Frau würden sich mal schleunigst in die Arme fallen, und bestenfalls ordentlich Nachwuchs zeugenJ und irrten wieder. Unser Mann wagte es sich nicht, sich der Frau zu nähern. Zu respekteinflößend, zu stark erschein sie ihm. Und auch unsere Frau hatte keinerlei Annäherungsbedürfnisse.


So ließen wir die beiden zunächst, wie und wo sie waren, und baten die Kinderseele aufs Parkett. Wie gesagt, auch sie war eine Matrix, und platzierte sich in einiger Entfernung im rechten Winkel zu Mann und Frau. Sie erkannte diese sofort als ihre Eltern. Auf die Frage aber, ob sie nun kommen würde, antwortete sie kurz und knapp mit:  „Nö!“


Gut, damit war zu rechnen, nicht wahr? Das war ja die Kernidee, die Kernfrage: was braucht es denn noch, außer Mann und Frau, außer Eizelle und Samen, damit neues Leben entsteht?


Vor dieser Frage standen wir nun also wieder. Ich hatte schon ein klein wenig Bange, dass wir nicht weiterkommen würden, dass wir mit dieser Frage halt einfach leben müssten, als uns die Kinderseele weiterhalf: „Da fehlt noch etwas, da zwischen meinen Eltern, direkt dazwischen“. Mann und Frau bestätigten dieses Bedürfnis, also stellten wir wieder jemanden dazwischen, auch zunächst wieder als eine Art X-Faktor, und versuchten dann , nach und nach, herauszufinden und zu benennen, was denn für dieses X steht.



Unser „X“ stellte sich also zwischen Mann und Frau und so war endlich eine Verbindung zwischen diesen beiden da. Es fühlte sich für alle gut an, wenn wir auch noch nicht gleich verstehen konnten, was es denn sei. Wir hatten auf jeden Fall schon einmal unser „missing link“, die noch fehlende Verbindung zwischen Mann und Frau gefunden.


Mit unserer neuen „Verbindung“ kamen auch neue Gefühle auf. Mann und Frau empfanden Wärme füreinander. Unsere „Verbindung“ zwischen Mann und Frau empfand ambivalent: Einem zweipoligen Magneten gleich empfand sie sowohl Abstoßung als auch Anziehung, Faszination und Reibung.



Hier war sie also endlich, unsere Sexualität!!! Und wie wunderschön umschrieben. Unser „X“ sollte uns aber noch viel mehr von sich erzählen, denn es stellte sich heraus, dass dies Sexualität nur ein klitzekleiner Teilaspekt ihres Hoheitsgebietes ist.



Unsere Kinderseele war inzwischen äußerst zufrieden, sie sagte, sie könne nun im Prinzip ja kommen, aber der Sog sei noch nicht stark genug, sie warte einfach noch, auf ein „Flugzeug“.


Ihr erinnert euch ? - als „Flugzeug“ bezeichneten wir einst dieses unbeschreiblich schöne und intensive Gefühl, das sich einstellt, wenn es denn endlich soweit ist, wenn die Kinderseelen sich direkt auf ihren Weg ins Leben machen.


Ach, da schreibe ich es ja schon !!!!. Ich schreib nicht etwa, so wie ich es vorhatte: „... auf ihren Weg zu ihren Eltern“ - nein, ich schrieb: „.... auf ihren Weg ins Leben... „ !!!! Ja Danke! Da ist es, unser nächster Begriff, und schon wieder so wunderbar passend! War unser „X-Faktor“ vielleicht das Leben? Oder eines seiner vielen Prinzipien und Mechanismen?



Das Wort „Mechanismus“ plumpst mir hier so in die Tasten, weil sich unser „X“ tatsächlich ein wenig so präsentierte. Das war so: Nach einer kurzen Zeit, die unser „X“ zwischen Mann und Frau verbrachte, fühlte es sich unwohl und wollte den Platz wieder verlassen. Mann und Frau fanden auch, dass es nun genug „Verbindung“ sei und sehnten sich ebenfalls nach dem ursprünglichen Abstand zueinander zurück. Unser „X“ probierte vorsichtig aus, wie es sich besser platzieren konnte und fand dann seine Position etwa ein, zwei Schritte zurück, hinter dem Platz zwischen Mann und Frau. Alle waren einverstanden, fühlten sich wohl, auch unsere Kinderseele, die aber sagte, dass sie so natürlich nicht kommen könne.



Kurze Zeit später gab es wieder Unzufriedenheit zwischen Mann, Frau und „X“ – und sie fanden alle drei , es sei Zeit für das „X“, die Verbindung wieder herzustellen.
So wurden Mann und Frau wieder für eine Zeit lang „verbunden“, eben so lange, bis sie deren überdrüssig wurden, und die „Verbindung“ wieder für eine Weile zurücktrat.


Es stellte sich heraus, dass die „Verbindung“ immer einvernehmlich mit Mann und Frau und anscheinend immer genau das richtige zum richtigen Zeitpunkt empfand. So einigten wir uns, dass es von nun ab seinen eigenen Impulsen nachgehen sollte. Das funktionierte bestens. Während der ganzen Aufstellung also bewegte sich unsere „Verbindung“ immer wieder zwischen Mann und Frau, und dann auch wieder von ihnen weg. Und so, wie sie sich bewegte, erinnerte uns dies an eine Art uralten Rhythmus, den wir in den Nebelwolken unseres Unterbewusstseins irgendwie zu kennen schienen.



Es war stimmig. Und unsere Ehrfurcht vor dieser Verbindung, diesem uralten Lebensprinzip wuchs mehr und mehr. In undefinierbaren und doch so vertrauten Abständen ließ es die Spannung, die Reibung , die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau enorm anwachsen, um anschließend in eine Art Ruhephase überzugehen, die alle nach einer gewissen Zeit wirklich herbeisehnten.



Wie bekannt uns dies vorkam. Und wie wunderbar simpel hier doch ein anscheinend so kompliziert zu formulierendes Lebensgesetz ganz einfach dargestellt wurde. Und so ganz privat beschloss ich, nicht mehr so herumzumaulen, wenn mein Mann und ich in die nächste Ruhephase kommen sollten, die mir schon so manches Mal ein wenig Angst gemacht hatte, und die unfairerweise vielleicht die Therapeutin in mir sogar vor meiner eigenen Ehe nicht hatte halt machen lassen – mit dem Ziel, unsere eheliche Verbindung schnellstmöglichst wieder herzustellen. Welch eine Vermessenheit von mir !!!!!



Wie oft hatte ich euch vorgebetet: Hört auf, zu kontrollieren, schmeißt die Thermometer in die Mülltonne, lasst den Eisprung hüpfen wie und wann er will, hadert nicht mit eueren Geburtsorganen, sondern habt mal ordentlich Respekt vor ihrer Leistung, und sagt vor allem mal DANKE!!!!!
Wie radikal dies manchmal für die eine oder andere geklungen haben mag?
Und wie viel zu zart und vage mir dies jetzt vorkommt!!!!


Ich greife von nun an also zum Megaphon, wenn ich es wieder sage, es ausrufe.


Mein Respekt vor dem Leben an sich war schon immer da. Aber mit diesem Bild vor Augen strömen die daraus resultierenden Konsequenzen nur so auf mich ein.


Ich kann noch deutlicher sehen, welch einen Schaden wir anrichten, sollten wir uns einbilden, dieses Lebensprinzip kontrollieren und steuern zu wollen.
Früher sagte ich vielleicht recht lapidar: Der Eisprung lässt sich nicht kontrollieren. Die Natur will schon aus evolutionären Aspekten heraus nicht, dass der Mann die fruchtbaren Tage der Frau kennt, und sie setzt diesen Schutz durch, in dem sie ganz einfach die Frau diese Tage auch nicht wissen lässt. Unsere Erfahrung hat dies immer wieder bestätigt, denn bei den meisten Frauen, die ihren Zyklus mal eben so testen möchten, fängt nach einer gewissen Zeit der Eisprung an, auszuweichen. Es kommt früher, er kommt später, er fängt an zu tanzen, uns auf der Nase herum zu tanzen. Wir hatten schon hieran längst gelernt, dass der Eisprung sich nicht kontrollieren lässt. Und die als Konsequenz festgestellt, dass diese Kontrolle keinen Sinn macht.



Dieses Lebensprinzip nun aber vor Augen, wurde uns die wesentlich viel größere Tragweite eines solchen Kontrollversuchs aber noch klarer!
Ich stellte mir so vor, dass ein gesundes System aus Mann, Frau,der „Verbindung“ als Ausdruck dieses „Lebens-Spendenden-Prinzips“ und der Kinderseele vielleicht gerade dabei ist, sich selbst zu verwirklichen. Und dann geht die Frau daher, und versucht mit Messgeräten, Kurvendiskussionen und Hormonstatiken dieses Prinzip nach ihrem Willen zu verbiegen und zu verdrehen. Mal ganz unabhängig von der Beleidigung gegen dieses Prinzip, die eine solche Handhabung darstellt – welch einen Schaden richten wir an?
Da sparen wie vielleicht Orgasmuskraft und Spermienqualität auf, für unseren geplanten Kalendersex- uns verpassen dabei womöglich dieses klitzekleine Zeitloch, das vielleicht genau 5 Tage zuvor für genau uns und genau unsere kleine Kinderseele vom Lebensprinzip geöffnet worden war.


Da verlernen wir vielleicht allmählich, die Zeit der „Verbindung“, die Zeit des „Leben-Spendendem-Prinzips“ körperlich uns seelisch zu spüren. Verpassen wir vielleicht , uns ihm zu gegebener Zeit in vollem Vertrauen wieder hinzugeben, dem Leben an sich, dem nämlich, von dem wir uns eingebildet hatten, es brächte uns Vorteile, es kontrollieren zu wollen.


Welch ein Schaden!
Und nicht nur für uns. Ich schrieb ja schon früher, wie schlecht sich die Kinderseelen manchmal fühlen können, wie sie sagen, dass sie mit der Zeit allmählich schwächer werden können , wenn Zeitloch um Zeitloch vergeht, Flugzeug für Flugzeug ohne sie startet.


Und wie überflüssig. Wie kontraproduktiv.
Meine Lieben, verzeiht es mir bitte jetzt schon, wenn ich mein Megaphon nun vielleicht nicht mehr in die Ecke stellen kann. Verzeiht mir, wenn ich dann lieber vielleicht gar nicht antworte, wenn eine von uns vielleicht direkt aus den Mühlen der gängigen „Kinderwunschkontrollmühle“ ganz neu zu uns kommt, weil ich fürchte, mich im Ton zu vergreifen, oder die richtigen Worte nicht zu finden. Und diese Geschichte hier einen „Neuling“ vielleicht anfangs noch überfordern mag.



Helft mir dabei, sie sanft. Liebevoll und konsequent in dieses tiefere Verständnis einzuführen.
Viele von euch sind einfach noch dichter dran, und finden vielleicht den richtigeren Ton, der mir dann womöglich abgehen würde. Ich danke euch sehr dafür.


Ja, zurück zu unserem Parkett. Ihr könnt es euch sicherlich denken, was folgte. Die Kinderseele wartete geduldig auf sein Flugzeug, ließ schon lange seine Eltern nicht mehr aus den Augen. Wir fragten, ob es zu Mutter oder Vater wolle, und es antwortete: „weder noch“, zeigte zum Lebensspendenden Prinzip und sagte: „ Dorthin komme ich, dadurch komme ich und zwar zum richtigen Zeitpunkt“



Wir warteten also kurze Zeit ab. Und durften dann – sehr gerührt übrigens – zusehen, wie sich unsere Kinderseele sich zunächst auf das Lebensprinzip zu bewegte, kurz bevor sie es aber erreichte, ihren Weg in Richtung Mutter fortsetzte und etwa einen Meter vor ihr stehen blieb.
Dieses „Bewegen“ geschieht übrigens immer recht plötzlich und in einer Körperhaltung, die ich manchmal scherzhaft „Geiersturzflug“ nenne, so sieht das wirklich aus. Irgendwann scheint es endlich soweit zu sein, die Kinderseele senkt Kopf und Oberkörper, hält die Arme ganz nach vorne gestreckt und rennt dann einfach los.



So war es auch diesmal wieder. Interessant war, dass das Lebensspendende Prinzip schon eine ganze Weile zwischen Mann und Frau gestanden hatte. Allen war klar, gleich, im nächsten Augenblick vielleicht würde es diese Position wieder verlassen müssen. Das wurde richtig spannend, denn die Kinderseele hatte sich noch nicht in Bewegung gesetzt. Mann und Frau schauten gebannt und gespannt auf die Kinderseele, in ihren Augen stand die eilige Aufforderung : „ Na, los, komm endlich“, es war aber das Lebensspendende Prinzip, was diesen Gedanken dann in klarer Form Worte verlieh. Es sagte: „Los jetzt, beeil dich! Setz dich in Bewegung!“.



So geschah es.



Wir nahmen an, dies sei nun unser Happy end, und irrten einmal mehr. Denn die Kinderseele landete nicht bei der Frau. Sie blieb etwa einen Meter vor ihr stehen, verlor die Orientierung und klagte über starke Kopfschmerzen. „Mir platzt gleich der Kopf, das halte ich nicht aus“.



Ein Phänomen, was mir durchaus bekannt ist, es ist ein Geburtsaspekt, den man mit verschiedenen „Rebirthing-Therapien“ behandelt. Es entsteht, wenn ein Kind unterhalb seiner Geburt vielleicht falsch liegt, oder aus anderen Gründen im Geburtskanal stecken bleibt. Es kann dann sein, dass es aufgibt. Und dieses Aufgeben kann sich dann wie ein roter Faden durch sein ganzes reales Leben ziehen, durch alle Entscheidungen, Gefühle und Handlungen.
Ein solcher Aspekt kann ganz besonders auch vererbt werden, und die Position der Mutter und der geburtlichen Umgebung zum Kind unter der Geburt, spielen meist eine immense Rolle dabei.


Nun, dies mag auf einem anderen Blatt stehen, ich hatte jedoch, hier in dieser Matrix-Aufstellung , damit aber nun gar nicht gerechnet. Genau ein solcher Aspekt stand nun aber im wahrsten Sinne des Wortes vor mir, der, von dem ich immer dachte, es sei ein Geburtstrauma. Was aber hat ein Geburtstrauma, das doch immer eine sehr individuelle und vor allem persönliche Erfahrung ist, hier in einer Matrix-Auftstellung zu suchen. Einer Aufstellung, in der es um allgemeingültige Plätze geht???



Ich weiß es bis heute nicht, ganz ehrlich.



Der weitere weg war klar. Ich flötete mein obligatorisches : „na dann dreh dich doch mal etwas herum“, suchte mit der Kinderseele den Ausgang aus diesem dunklen Tunnel, und sobald sie ihn sehen konnte, machte sie sich von ganz allein auf den letzten kurzen Wegabschnitt, um schon im nächsten Augenblick seiner Mutter endlich und erlöst in die Arme zu plumpsen. Sie sagte noch: „Hier bekomme ich jetzt wieder Kraft, und was für eine !“.



Hiermit, meine Lieben, ist das Bild vollständig aufgebaut.
Ich danke euch dafür, dass ihr es nun mit uns teilt, danke euch, dass ihr euch euren Gefühlen bis hierher gestellt habt – ganz einfach mag dies für die eine oder andere vielleicht nicht sein.


Lasst es gerne in euch wirken.
Und grübelt gerne noch mit mir darüber,
weshalb sogar die „Ur-Kinderseele“ schon einen Geburtskampf erleben muss.
Ob er wohl einfach hinzugehört,
zu unser aller Weg ins Leben?



Und ob vielleicht dieser Weg ins Leben ganz genau so gewollt ist, wie wir ihn erleben?
So ganz und gar maßgeschneidert auf jedes lebende Individuum hier auf Erden?
Und zwar der ganze Weg?



Von der Empfängnis an bis zur Geburt?
Oder, sogar schon vor der Zeit der Empfängnis?
Und: Wann mag die wohl anfangen?


So,
jetzt muss ich dringend mal in ein Frühstück beißen,
ganz lieber Gruß

Biggi