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Zink

Hormonschwankungen brauchen manchmal Zink

 

Zincum metallicum

Gebräuchliche Potenzen in der Selbstanwendung: Bis C 30

Bei psychischen Symptomen gerne in der C 30.

 

Zink gehört zu den ganz lebenswichtigen Spurenelementen, der Zinkspiegel eines gesunden Menschen ist fast ebenso hoch, wie der Bluteisenspiegel.

Unser Zinkspiegel im Blut ist um so größer, je mehr wir wachsen müssen, beispielsweise in der Pubertät.

So erscheint logisch, dass in besonderen Wachstumsphasen, wie Pubertät, Schwangerschaft und in der Rekonvaleszent Zink bis heute eine Rolle spielt. 

Die Bauchspeicheldrüse hat einen großen Bedarf an Zink. Hemmt man- beispielsweise in Laborversuchen – das körpereigene Zink, dann entsteht ein Diabetes. Auch hier findet Zink oft Anwendung. Dabei geht es um eine veränderte Blutzuckerauswertung allgemein. Sie zeigt sich bei ansonsten gesunden Menschen durch eine Veränderung des Appetits: Er kann fehlen, er kann übermäßig sein, oder beide Zustände sich abwechseln. Auch plötzlicher Heißhunger kann ein Hinweis darauf sein, dass ein Mensch homöopathisches Zinkum benötigt.  

Wer sich Zink merken möchte, der kann sich getroste den Begriff Erschöpfung zu dieser Arznei merken. Es können sowohl die Nerven erschöpft sein, also auch der Körper selbst.  

Diese Erschöpfung kann sich entweder in einer Übererregung zeigen oder in großer Schwäche und es ist sogar möglich, dass beide Zustände sich abwechseln: 

Restless legs

Nervöse Unruhe, motorische Unruhe. Bei jungen Heranwachsenden beobachten wir oft, dass sie unentwegt mit ihren Füßen zappeln müssen, besonders, wenn sie gerade etwas Wichtiges erzählen, oder sie wippen, bis die Bank wackelt, ohne dass es sie im geringsten stört, oder gar Trommeln mit den Füßen. 

Ein Durcheinander des Zinkhaushaltes kann sich aber auch durch innere Unruhe zeigen. Das fühlt sich dann an, als würde der Körper innerlich zittern, oder bisweilen die Zellen „brutzeln“. Solche Gefühlserscheinungen kommen in Anfällen und gehen auch wieder. 

Doch auch eine vollkommene Müdigkeit und Abgeschlagenheit , Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit. Lidflattern, Frösteln, Schweißausbrüche und Herabsetzung von Lust und Potenz können ein Hinweis auf Zink sein. 

Hormonschwankungen, Zustand nach Gebären, nach Fehlgeburt, depressive Verstimmungen, erste menopausale Anzeichen und auch die Menopause selbst, Schulangst, Konzentrationsstörungen und Burn-Out-Syndrom sind Episoden im Leben, in denen Zincum eine große Rolle spielen kann. 

Es ist sicherlich ein Unterschied, ob ein kraftvoller Mensch voll im Saft steht vielleicht durch einen beruflichen Erfolg, Glück in der Liebe in eine ihm anzumerkende Unruhe gerät- als wenn diese Unruhe aus einer eigentlichen Erschöpfung und Niedergeschlagenheit heraus entsteht. 

Die hier gemeinte Unruhe ist also eher eine, die nicht ganz ins Gesamtbild passt, es ist eine erschöpfte Unruhe.  

Wenn Ihr also nun weiterlest, wie sich Zinkum in den einzelnen Körperbereichen bemerkbar machen kann, dann ist es weniger wichtig, ob diese beschriebenen Symptome nun detailgetreu vorhanden sind. Viel wichtiger ist die darunter liegende Erschöpfung.

Und denkt bitte daran, wie man ein homöopathisches Arzneimittelbild liest:

Alle Symptome, die eine Substanz am Gesunden hervorrufen kann, das heilt die homöopathisch verdünnte Substanz am Kranken. Die Symptome, die Ihr also lest, sind die, die vorhanden sein können, wenn jemand homöopathisches Zink benötigt.

Es genügen wenige Übereinstimmungen mit den genannten Symptomen. Zwei oder drei genügen zur Mittelwahl. 

Zur Mittelverordnung reicht der Zustand der Erschöpfung aus. 

Es ist unerheblich, ob real ein zu hoher oder zu niedriger Zinkspiegel im Blut vorliegt, das Homöopathikum wird den Zinkhaushalt an sich in die Balance bringen. 

Doch nur mal so nebenbei:

Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion und Menschen mit einen essentiellen Bluthochdruck haben einen erhöhten Zinkserumspiegel.

Menschen mit einem Morbus Addison haben einen zu niedrigen.

Beide Gruppen können Zinkum metallicum benötigen. 

 

Allgemeines:

Das Nervensystem ist geschwächt und gleichzeitig auf Hochtouren, so als wäre es überreizt.

Nervöse Empfindlichkeit

Schwäche und Auszehrung

Konzentration gestört

Gesprochenes wird als Geräusch empfunden, weil die Fähigkeit zur Differenzierung einzelner Satzteile verloren geht.

Kann nicht stillsitzen, ständige Unruhe der Füße.

Parästhesien der Haut. (das ist ein stellenweises Taubheitsgefühl)

Isolierte Beschwerden; ein Körperteil empfindlich, der andere taub, ein Teil kalt, der andere heiß.

Inneres Zittern.  Ausgeprägte Anämie;

Schwäche, schlimmre durch Essen.

Konvulsive Zuckungen, nachts und während des Schlafs  

Zu schwach, um Krankheitsprozesse zu eliminieren.

Entwicklungsstörungen Heranwachsender nach durchgemachter schwerer Erkrankung.  

 

Verschlimmert oder hervorgerufen durch:  Erschöpfung, psychisch und physisch. Geräusche. Berührung. Nach Überhitzung. Ausbleibende oder unterdrückte Menstruation  

Gebessert durch:  Bewegung. Starker Druck. Warme frische Luft. Frei fließende Absonderungen, Mens etc.. Reiben. Kratzen. Essen 

 

Psyche

Übererregung. Sehr leicht reizbar. Weiß hinterher gar nicht, weshalb sie so in die Luft gegangen ist. Manchmal ist es, als rege sich der Körper mehr auf, als der Verstand.

Depressive Verstimmung. Schwankende Gefühle, mal mißmutig dann wieder richtig fröhlich.

Konzentrationsverlust. Gedächtnismangel. Wiederholt die an ihn gerichteten Fragen, um sie zu verstehen.

Große Empfindlichkeit gegenüber dem Sprechen anderer; Geräusche. Abneigung gegen Unterhaltung; gegen Arbeit.

Erschöpfung. Schlafwandeln.

Wird richtig sauer, wenn man sie aus der Konzentration holt. Kommt dann nicht wieder gut in die Arbeit zurück. Ist deshalb oft lieber mal allein, manchmal schreit sie, wenn sie angesprochen wird, oder ihr ist zumindest danach. Bei Kindern kann man das schon beobachten, beispielsweise dann, wenn man sie stört, sie kontrolliert, oder einfach nur Schreien (nicht weinen) im Schlaf.

Meckert viel rum, nörgelt und wird dadurch für seine Freunde echt anstrengend.. 

 

Kopf

Schwindel; beim Aufrichten vom Bücken. Schwindelattacken, manchmal mit scharfem Druck an der Nasenwurzel, zusammenziehenden Schmerzen der Augen. PMS: alles  schlimmer vor Einsetzen der Mens, mit Ohnmachtsgefühl und Zittern der Hände.

 Vielfältige Kopfschmerzen unterschiedlicher Intensität; durch Wärme oder den sonst gewohnten Wein, besser durch frische Luft und starken Druck. Schläfenkopfschmerz durch Aufbeißen.

Schulkopfschmerzen, Kopfschmerzen überarbeiteter Schulkinder.

Berstende Kopfschmerzen beim Einschlafen.

Hin und Herrollen des Kopfes, Zähneknirschen und Hineinbohren des Kopfes in das Kissen. (beobachtet man manchmal bei Kindern im hohen Fieber)

Drückende Schmerzen auf dem Scheitel und an der Nasenwurzel erstrecken sich in die Augen.

Verschwommenes Sehen

Haarausfall auf dem Scheitel  

Kopfschmerzen mit Durchfall, das Hinterhaupt ist warm, die Stirn kalt.  

 

Augen

Lichtempfindlichkeit.

Vorübergehende Blindheit während Kopfschmerzen.

Verschwommenes Sehen mit Tränenfluß, Tränenfluß beim Essen.

Empfindung, als ob die Augen zueinander gezogen werden.

Bindehautentzündung; an den inneren Augenwinkeln bilden sich Kristalle und Verkleben diese, Trockenheit der Augen. Schielen, Oberlidptose.  

Granulationen der Lider nach Ophthalmia neonatorum. Pterygium. Ektropium. Entropium. Blepharitis. Schwellung und Verdickung der Lider. Augenrollen. Sieht leuchtende Körper nach Operation. 

 

Ohr

empfindlich reißende Stiche,  Juckreiz des Gehörgangs. 

 

Nase

Schwellung. Druckschmerz an der Nasenwurzel. Trockenes Wundheitsgefühl in der Nase. Stock- und Fließschnupfen. Rötliche Verfärbung der äußeren Nase. Leichtes Erfrieren der Nasenspitze. 

 

Gesicht 

Blässe; wechselt mit Röte. Trockene Lippen; Rißbildung der Mundwinkel.  

 

Mund

Zähneknirschen. Zahnfleischbluten. Zahnschmerzen. Speichelfluß. Metallischer, bitterer, blutiger Mundgeschmack. Herpes.

 

Hals

Schmerzen der Halsmuskulatur, beim Schlucken oder <. Engegefühl, Gefühl des Zugeschnürtseins im Rachen. Schmerzen am hinteren Teil des harten Gaumens und im Gaumensegel, Trockenes Brennen im Rachen. Heiserkeit. Husten mit Stichen im Kopf; hält während des Hustens die Hände an den Bauch, um den durch den Husten entstandenen Muskelkaterschmerz zu lindern, daher findet man manchmal auch das Symptom: „Hält beim Husten die Genitalien“,  aber das ist natürlich quatsch.

Alle Halssymptome schlimmer nach Wein, während Mens. Keuchhusten. 

 

Brust

Krampfhaftes Engegefühl beim Atmen, Brennende, wunde, rauhe, stechende Schmerzen in der Brust. Unregelmäßiger Puls; gelegentlich ein starker Schlag. Starkes Pulsieren in den Gefäßen während Hitzestadium. Als ob eine Kappe auf dem Herzen sitzt. Linksseitige Intercostalneuralgie. Zusammenschürungsgefühl über der gesamten Brust bei schwachen Menschen. 

 

Abdomen

Appetitverlust;  ; Schlafwandeln. Verzögerte Magenverdauung. Saures Erbrechen. Darmträgheit. Verstopfung, diese kann mit Durchfall wechseln. Starker Hunger um elf oder zwölf Uhr mit Schwäche und Zittern. Sodbrennen durch Süßes. Hastiges Essen und Trinken.

Globus hystericus  

Übelkeit schlimmer durch Wein.  Abneigung gegen Fleisch, Süßigkeiten, gekochtes oder warmes Essen. Flüssigkeiten werden sofort nach dem Trinken wieder erbrochen ( bei Infekt).

Blähungen, heiß und übelriechend. Mannigfaltige Bauchsymptomatik. Leber vergrößert, hart und wund. Koliken durch Gasbildung; nach dem Abendessen, Nachts. Hämorrhoiden, Wärme bessert- Gehen verschlechtert. Afterjucken während Stuhlgang. Große, trockene, schwierige Stühle, mit unwillkürlichem Harnabgang nach dem Stuhl. Choleraartige Durchfäll, bes. bei Kleinkindern. Verstopfung Neugeborener. Nervöse Durchfälle. Chronische Dysenterie. 

 

Harnwege

Starker Harndrang, muss dauernd die Füße bewegen, um den Urin halten zu können. Unwillkürlicher Harnabgang beim Gehen, Husten oder Niesen. Pressendes Schneiden über den Nieren. Blut im Urin, manchmal durch  unterdrückte Menstruation  hervorgerufen.

 

Männliche Genitalien

Sexuell leicht erregbar. Samenerguß zu früh oder verzögert. Traurigkeit nach Samenerguß. Ausfallen der Schambehaarung. Orchitis. Schwellung und Retraktion der Hoden. Schmerzen der Hoden durch Gehen. Husten kann Muskelkaterschmerz bis in die Genitalien ausstrahlend hervorrufen.. 

 

Weibliche Genitalien

Sexualverlangen gesteigert. Verlangen zu masturbieren, aber Orgasmusfähigkeit reduziert.;  

Regel verstärkt und zu früh. Reichliche, klumpige Mens. Mens fließt nachts stärker. Juckreiz der Vulva während Menses.

Neigung zu Krampfadern während der Schwangerschaft und der äußeren Genitalien. Brüste und Genitalien schmerzhaft. Wunde Brustwarzen. Schmerzen der Ovarien, während Menstruation. Ruhelosigkeit, Traurigkeit, Kälteempfinden, Empfindlichkeit der Wirbelsäule und Unruhe der Füße, während Menses. Alle Beschwerden sind schlimmer während der Menstruation oder kommen nur dann vor. 

 

Nacken

Spannungs- und Müdigkeitsgefühl des Nackens, nach Schreiben, feinen manuellen Arbeiten oder mentaler Anstrengung. Erst Müdigkeitsgefühl, dann Benommenheit. Brennende Schmerzen, intensives Wehtun entlang der Wirbelsäule, schlimmer durch Sitzen, besser durch Umhergehen.

Sehr empfindlich gegen Berührung. Lumbale Schmerzen im Sitzen, beim Aufstehen, Hinsetzen und Drehen im Bett. Schneidende Schmerzen zwischen den Schulterblättern. Schwäche des lumbalen Rückens im Stehen. Brennen der Schulterblätter. Spannung zwischen den Schulterblättern. 

 

Extremitäten

Schmerzen der Extremitäten nach Durchwärmung. Schwäche und Zittern der Hände; beim Schreiben; während Mens. Rißbildung und Trockenheit der Hände. Rheumatische, reißende, ziehende auch brennende Schmerzen des Schultergelenks, der Deltamuskeln sowie beider Arme, schlimmer durch Anheben der Arme. Reißende, ziehende Schmerzen. Rheumatische, reißende, ziehende, brennende Schmerzen in den Gelenken der unteren Extremität. Kribbeln und Einschlafen der Unterschenkel und Füße verhindert das Einschlafen, besser durch Reiben und Anspannen der Muskulatur. Brennschmerz der Tibia. Schneidende Schmerzen der Fersen und Taubheit der Sohlen. Die Zehen sind geschwollen und schmerzen wund, wie durch Frostbeueln. Frostbeulen jucken und schwellen an. Übelriechender Fußschweiß mit wunden Zehen. Stolpernder, unsicherer Gang, in der Dunkelheit und durch Schließen der Augen. Unruhe der Füße; kann sie nicht stillhalten; auch im Schlaf. 

 

Haut 

Trockenheit. Juckreiz an unterschiedlichen Körperstellen, den Gelenkbeugen, an Beinen und Unterschenkeln, schlimmer in Bettwärme, verhindern das Einschlafen, durch Berührung sofort gebessert, nie lange anhaltend. Ekzeme; kommen nicht richtig heraus. Trockene Rhagaden der Handrücken bei nur geringer Kälte.  

 

Schlaf

Schlaflosigkeit. Erschwertes Einschlafen durch Gedankenzustrom. Zucken vor dem Einschlafen. Unruhiger unterbrochener Schlaf mit lebhaften ängstlichen Träumen. Träumt von Dieben. Schreien im Schlaf; unbewußt.  

 

Temperatur

Frost des Rückens, wie bei Beginn eines Fiebers. Kälte und starke Schweiße der Hände und Füße. Nachtschweiße.

 

Birgit Zart, September 2009