Home
Foren
Kinderwunscharchiv
Fruchtbarkeitsmassage
Trauer

Seminare
Bücher von Birgit Zart
Kontakt
Impressum, Datenschutz und Co











 
Fruchtbare Väter
Fruchtbare VäterWie ich zu den Männern kamVom Sinn und Unsinn vieler KinderwunschstrategienEuropas SpermiogrammeWie entsteht Männlichkeit?Ursachen verminderter SpermienqualitätDeutschlands geknickte KriegerDiagnose Zeugungsunfähig: Männer in NotKeine Männerarzt-RoutineSpermiogrammgeschichten aus dem NähkästchenWas ist bei der Abgabe einer Samenprobe zu beachten?Verfahren im LaborWeiterführende UntersuchungenWenn Spermien reden könntenWas wird bei einem Spermiogramm ermittelt?Welches Gewicht hat das Ergebnis eines Spermiogramms?Spermienqualität und KinderwunschKranker Mann- überbehandelte Frau?Die Nichtbehandlung unserer MännerSpermiogrammZur Qualität der Spermien- Tacheles!Homöopathie bei schlechtem SpermiogrammMännermassageMänner, Beschützer und SpermiogrammeMänner in HäschenstellungWas wird aus unseren Beschützern in der Kinderwunschzeit?Die Rolle der Väter

Was wird bei einem Spermiogramm ermittelt?

  

Achtung: Hypothese!

 

Bei einem unerfüllten Kinderwunsch wird heutzutage also die Qualität der Spermien des Wunschvaters untersucht. Und zwar ausschließlich unter Laborbedingungen.

Diese Bewertung erfolgt allerdings auf einer Hypothese. Denn man geht davon aus, dass Spermien, die zahlreich sind, schön geformt, möglichst schnell und langlebig auch am besten zur Zeugung geeignet sind. Das klingt ja auch plausibel. Wissen tun wir das aber nicht!

 

Wir nehmen es nur an. Um es genau zu wissen, müsste man in einer Vergleichsgruppe zeugungsfähiger Väter für einen Versuchszeitraum  genau in dem Augenblick eine kleine Samenprobe entnehmen können, aus der im Anschluss eine Befruchtung hervor geht. Das kann man logischerweise nicht, das ist unmöglich. Deshalb bleiben wir also bei doch eher einer wahrscheinlichen Hypothese.

 

Man vermutet, dass viele Spermien, die möglichst besonders schnell sind, gute geformt sind und lange leben mit größerer Wahrscheinlichkeit zeugen können, als wenige kerngesunde und formschöne Spermien, die sich weniger und langsamer bewegen. Man weiß es aber nicht.

 

Insgesamt ist man mit der Erforschung der Zeugungsfähigkeit der Spermien heute kaum einen Schritt weiter. Man ist in der Lage, das Ejakulat zu untersuchen und die Untersuchungsergebnisse zu benennen.

 

Die Auswertung hinsichtlich einer Zeugungsprognose geschieht dann wieder auf Annahmen. Das ist die Erklärung dafür, dass Spermiogramme etwa gleichbleibender Qualität in verschiedenen Praxen oft sehr unterschiedlich bewertet werden. Wundern Sie sich bitte darüber nicht, es liegt in der Natur der Sache an sich.

 

Regelrecht definiert sind dagegen die Referenzwerte, die aus einem unter Laborbedingungen gewonnenen Ejakulat gewonnen werden können. Daraus können dann Diagnosen abgeleitet werden. Das Wörtchen Diagnose steht übrigens für „Erkenntnis“- nicht etwa für „Urteil“.

 

Diese Erkenntnisse sind heute glücklicherweise vereinheitlicht.

Schauen wir uns die geltenden Eckpunkte einer Qualitätsbewertung also gerne an, wohl wissend, dass diese in erster Linie der einheitlichen Kommunikation der behandelnden Ärzte und des medizinischen Systems dienen,  und erst in zweiter Linie Aussagen über eine mögliche Zeugung in der Zukunft zulässt.

Tafel: Referenzwerte und Begriffe

 

Die Auswertung eines Spermiogramms erhält man in schriftlicher Form- und versteht meist nur Bahnhof. Hier die wichtigsten Werte und Begriffe:

 

Nach der WHO sollte ein Spermiogramm sich in etwa diesem Rahmen bewegen:

 

Ejakulatvolumen                    mehr als 2ml

pH-Wert                                 ca 7,2

Spermienkonzentration          mehr als 20 Mio. Spermatozoen pro Milliliter Ejakulat

Spermiengesamtzahl              mehr als 40 Mio. Spermatozoen

Beweglichkeit                          mehr als 50 %progressive bewegliche Spermien der Kategorie a+b

                                               mehr als 25% schnell progressiv bewegliche Spermien    der Kategorie a

Morphologie                           aktuell kein bestimmter Grenzwert festgelegt

                                               (Stand 2010)

Anteil lebender Spermien      (Eosin-Test) mehr als 50%

 

also fällt aus dem Rahmen bei:

 

Antikörper                              mehr als 50% Spermien mit anhaftenden Partikeln

Leukozyten                            mehr als 1 Mio. pro Milliliter

 

Glossar

Zur Beurteilung des Spermiogramms hat die WHO diese Namensgebung festgesetzt:

Normozoospermie                  das normale Ejakulatparameter

Oligozoospermie                    weniger als 20 Mio. Spermatozoen pro Milliliter Ejakulat

Asthenozoospermie                weniger als 50% progressiv bewegliche Spermien der Kategorie  a +b und weniger als 25% schnell progressiv bewegliche Spermien der  Kategorie a

Teratozoospermie                   verminderter Anteil morphologisch normaler Spermatozoen

OAT-Syndrom

Oligoasthenoteratozoospermie Kombination aus zu niedriger Konzentration, unzureichender Beweglichkeit und vermindertem Anteil normaler Morphologier der Spermatozoen

Azoospermie                          Gar keine Spermatozoen im Ejakulat vorhanden

Aspermie                                kein Ejakulat

 

Glossar: weitere Fachbezeichnungen

 

Multisemie                             mehr als 6 ml Ejakulatvolumen

Hypospermie                          weniger als 2 ml Ejakulatvolumen

Kryptozoospermie                  weniger als 1 Mio. Spermien pro Milliliter Ejakulat

Hyperzoospermie                   mehr als 150 Mio. Spermien pro Milliliter Ejakulat

Polyzoospermie                      mehr als 200 Mio. Spemien pro Milliliter Ejakulat

Nekrozoospermie                   keine Beweglichkeit der Spermien