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Kranker Mann- überbehandelte Frau?

Kranker Mann- überbehandelte Frau?

 

Bei einem guten oder sehr guten Spermiogramm wird bei länger anhaltendem Kinderwunsch der Körper der Frau hormonell unterstützt.

Kommt auf diese Weise nach gewisser Zeit keine Schwangerschaft zustande, besteht die Möglichkeit, zusätzlich eine Insemination durch zu führen. Dabei werden die Spermien des Mannes aufbereitet und zum richtigen Zeitpunkt direkt in die Gebärmutter der Frau gegeben.

Vielerorts nimmt man gleich eine Insemination vor, also ohne eine vorherige Phase der hormonellen Unterstützung der Frau.

 

Bei einem mittelmäßigen Spermiogramm, oder, wenn bei einem guten Spermiogramm sich nach hormoneller Unterstützung oder Insemination noch immer keine Schwangerschaft einstellen mag, unterstützt man die Empfängnis durch eine „künstliche Befruchtung“.

Hier findet, salopp gesagt, die Vereinigung von Eizelle und Spermium in der Petrischale statt.

 

Bei einem Spermiogramm mit schlechter Prognose wird man mit einer sogenannten ICSI

die Vereinigung von Spermium und Eizelle unter dem Mikroskop erzwingen. Dafür sucht man sich ein gut aussehendes Spermium aus und verbringt es kurzerhand direkt in die Eizelle.

 

Damit die letzten beiden Verfahren bessere Erfolgsaussichten haben, wird der Körper der Frau hormonell stimuliert, damit er mehr als nur eine Eizelle produziert und so viel wie mögliche Eizellen auf diese Weise befruchtet werden können, in der Hoffnung auf möglichst viele sich möglichst gut entwickelnde Eizellen, von denen dann eine, zwei oder drei der vielversprechendsten in die Gebärmutter der Frau transferiert werden können. Eine Chancenoptimierung, die bis heute absolut notwendig ist, denn die Baby-Take-Home-Rate, also die Zahl der Kinder, die nach diesem Verfahren lebend geboren werden,  werden von den Kliniken bei etwa 20 % und etwas mehr angegeben, Theresia de Jong gab sie 2005 mit 9 % im Durchschnitt aller deutschen Praxen und Kliniken an. Irgendwo hier wird sich die Erfolgsquote wohl bewegen.

 

Das ist in Anbetracht des Aufwandes und dem gesundheitlichen Einsatz insbesondere der Frau leider nicht besonders viel. Solange wir nicht wissen, wie viele Paare, die sich ein Baby wünschen, in  einem vergleichbaren Zeitraum spontan und ohne weitere Unterstützung auf natürlichem Wege empfangen, mutet das an, als stünde man auch hier noch weit in den Kinderschuhen einer medizinischen Fachrichtung.

Und doch ist dies für viele Paare anscheinend die einzige Chance, ein eigenes Baby in den Armen halten zu können. In unserer Praxis begleiten wir viele Wunscheltern auch in der medizinisch unterstützten Empfängnis. Viele von ihnen haben auf diesen Wegen endlich ihr Baby bekommen können. Ein jedes von ihnen ist ein kleines Wunder!

 

Tag für Tag erreichen uns weitere Forschungsergebnisse und ich wünschte mir, wie vermutlich jede hier, dass wir dem Geheimnis des Lebens immer weiter auf die Spur kämen . Und dass wir vor allem lernen, endlich auch mit medizinischer Hilfe die Zeugungsfähigkeit des Mannes zu unterstützen.

Wie viele Kosten könnten gespart werden, wie viele Prozeduren an den Wunschmüttern wären nicht nötig, wie viele Medikamente bräuchten nicht  verabreicht werden, wenn wir es nur fertig brächten, die Spermienqualitäten genau der 50% der Männer zu verbessern, bei denen die Ursache eines unerfüllten Kinderwunsches liegt?

 

 

Birgit Zart 2010