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Goldmarie

Liebe Frauen!
Auch ich war mit in Weimar dabei, und es hat mir ganz viel gebracht. Minni hat das Wesentliche schon zusammengefasst, dem kann ich mich nur inhaltlich voll anschließen - danke Ilka.
Aber etwas möchte ich (vielleicht an Biggis Stelle - es war ja ihr Traum) euch nicht vorenthalten, hat es doch so viel Inhalt.

Also, am Sonntagmorgen unseres Seminars begann Biggi mehr oder weniger mit folgenden Worten:
"Ich hatte heut Nacht einen Traum, den möchte ich Euch mal
erzählen..."

Sie träumte, eines Tages den Wunsch verspürt zu haben zu töpfern - so richtig mit einer Töpferscheibe, denn nur das wäre das wahre Töpfern, denn nur dadurch kommt so richtig in seine Mitte. Also machte sie in ihrer riesengroßen Küche Platz, besorgte sich eine Töpferscheibe und wunderschönen Ton und alles was man halt so braucht und begann. Sie begann halt zu töpfern, so wie man alles halt irgendwie beginnt. Ihr schwebte eine Obstschale vor, ja sie wollte so gern eine schöne, weitausladende Obstschale töpfern. Aber es ging nicht. Sie konnte keine Obstschale formen, alles was sie machte bekam irgendwie nichts ausladendes, sondern strebte immer irgendwie nach oben. Völlig frustriert ging sie zu einer Frau, die sich sehr gut im Töpfern verstand.

Die sagte ihr, wenn sie jetzt noch keine Obtschale hinbekäme, dann müsse sie halt zuerst herauslassen was in ihr steckt, sie müsse ihre Hände formen lassen, was diese gerade formen möchten. Sie könne nichts erzwingen, sie solle schauen, was aus ihrem Innersten gerade heraus will.

Also begann sie erneut zu töpfern, diesmal ohne jedes Ziel. Und was kam heraus? Ein Gral. Ein hohes Gefäß ähnlich einer Vase. Für sie war es der Gral, der Gral den sie sich vorstellte, als sie das Buch von Marion Zimmer Bradley "Die Nebel von Avalon" las. Diesen Gral hatte sie getöpfert.
Es war nicht die Zeit für eine Obstschale, es war Zeit für einen Gral. Und sie töpferte noch viele Grals und verkaufte diese auf dem Trödelmarkt. Sie war richtig glücklich über diesen ihren Gral und hatte gar nicht mehr das Bedürfnis, eine Obstschale zu formen. Es war halt Zeit für den Gral, und das wusste sie jetzt. Und vor allem wusste sie nun, wie man wirklich töpfert. So wäre es eine Frage der Zeit, wann sie auch eine Obstschale haben würde.

Ich konnte für mich herausnehmen, dass es manchmal für etwas ganz anderes Zeit ist, als man es sich gerade so denkt. Zum Beispiel kann es im Moment vielleicht eher Zeit für einen beruflichen Wechsel als für den Wunsch nach einem Kind sein. Es gibt so viele Beispiele und jede von Euch kann sicher selbst ein für sich passendes Beispiel finden.

Sicher könnt ihr den Kern dieses Traumes verstehen und für euch etwas herausnehmen. Ich fand ihn einfach wunderschön und sehr hilfreich.

Vielleicht schreibt Biggi ja selbst noch was dazu.

Es grüßt euch ganz lieb Nicole, die gespannt ist, was sich in ihrem Leben so alles als Gral und was als Obstschale entpuppt.



Hallo Liebes,

hab vielen Dank, ich hatte nämlich selbst schon überlegt, ob ich die Geschichte nicht mal so aufschreiben sollte, ich finde sie auch hilfreich.

Sie besagt ja eigentlich nichts neues, sie erinnert uns nur an manches Lebensgesetz.

Die Lebensgesetze haben wir nicht gemacht. Wir können nur nach ihnen leben, und um dies zu tun, sollten wir das Leben aufmerksam beobachten, um gut vorbereitet zu sein.

Mir fiel dann auf, dass im Märchen Frau Holle ja vielleicht dieses Lebensprinzip, dieser Ratschlag schon enthalten ist. Ich bin leider kein Märchentherapeut, glaube aber an die heilende Wirkung der Märchen.

Hier ist es die Goldmarie, die immer das tut, was gerade ansteht. Ihre Schwester und Mutter streben nach etwas anderem, sie sind aber nie im Hier und Jetzt. Sie können also ihren "Gral", ihr momentanes Lebensthema nicht outen.

Sie wollen so sehr Glück und Gold (was hier bestimmt symbolisch steht für unsere Wünsche), dass sie die Zeichen der Zeit übersehen. Sie bekommen ihren Kanal, ihren Weg nicht frei, der Gral steckt drin und verstopft alles, bringt jede Entwicklung zum Stillstand.

Goldmarie macht das glaube ich besser. Sie nimmt jeden Tag wie eine Wundertüte, freut sich an den kleinen Dingen und hat vor allem Urvertrauen und so ein gesundes Bewusstsein, dass sie immer alles um sich herum wahrnimmt, was gerade ansteht.

Sie ist noch nicht mal der eher etwas mürrischen Frau Holle gnatschig, weil sie weniger darauf achtet, WIE diese etwas sagt, als vielmehr darauf, WAS und WARUM. Entweder ist Goldmarie "medial" oder eben einfach genug Kind geblieben, Mensch geblieben, um freudig auf alles zuzugehen.
Frau Holle sagt: schüttel die Betten ordentlich. Dabei muss ich manchmal an unser "Körperfeld" denken, was schnell gestaucht werden kann durch Menschenmengen, zu wenig Freilauf und Negativprogramme. Ich stell mir gerne vor, wie sie gleichzeitig, wenn sie die Betten schüttelt und lockert und lüftet, dies auch in einer parallelen seelischen Ebene mit sich selbst tut. Wie sie selbst aufatmet, wenn die Dinge um sie herum aufatmen können.

Da braucht der Apfelbaum, der am Wege steht (!!!!) mal Hilfe, und dann der Backofen. Und Mariechen nimmt immer an, was ihr Weg für sie bereithält. Sie ist ein "Ja-Sager". Und innerlich wohl ein "Danke-Sager", denn es geht ihr gut dabei.

Ganz genauso nimmt sie dann auch den Goldregen an. Einfach so.
Nach dem gleichen Prinzip, wie sie alles mit "Ja" und "Danke" annimmt. Sie folgt ihrer kleinen Spur im Schnee.

Sie hat einen Ordner. Der sagt "ja" zu allem, was ihr Weg ihr bringt.
Sie hat Augen, die die wirklich Schönen Dinge und Notwendigkeiten im Leben sehen und erkennen können. So kann sie die kleinen Geschenke ihres Weges annehmen, und landet, dieser ihrer Spur im Schnee folgend von ganz allein am Ende auch bei den großen Geschenken.

Ein wunderschönes Märchen.
Ich werde es glatt nochmal unter der Brille lesen, und vielleicht für meinen jüngsten noch mal aufschreiben - so mit der Botschaft unter der Lupe- ihr wisst schon.

Vielleicht könnten wir das alle mal gut gebrauchen, und sollten das Märchen mal auf dem Nachttisch liegen haben.

Denn wie schnell geht das, dass man allein schon mit seinem Terminkalender ins Hadern kommt. Ich kann das jedenfalls wunderbar. Das Leben legt mir was "hin", und ich ärgere mich darüber, weil ich ja gerade was anderes geplant hatte.

Und schwupps-bin ich schon aus meiner Spur, weg vom "Ja", rüber auf die andere Piste, rüber in den Termindruck, rüber ins Hadern, bin blind für die kleinen Geschenke und die großen.

Das gibt mir jetzt echt zu denken.
Oben liegen so einige liebe Postkarten und Päckchen. Das ist im Moment irgendwie Trend, denn seit einigen Tagen schon bekommen ich "schöne" Post, bekomme Geschenke von euch.
Und was mach ich? Ich mecker rum, weil ich nicht das tun kann, was ich will, weil die Patienten sich verspäten, umbuchen, weil der Kindergarten nicht funktioniert, anstatt mich zu freuen, mehr Zeit mit meinem Kind zu verbringen.
Ich mecker mit meiner Katze, weil sie hier und jetzt beim Schreiben auf meinem rechten Arm liegt und drängelt und schupst, und manchmal auf die Tasten drückt, anstatt ganz tief gerührt zu sein über meine Schmusekatze, die mir so sehr vertraut,
mich zu freuen über das sagenhaft schöne Frühlingswetter,
das Geschenk der Zeit anzunehmen, wenn mal ein Termin platzt,
die Gelegenheiten zu erkennen, wenn mal einer meine Kinder zu Besuch haben mag,
und all die klitzekleinen Tipps und Zeichen um mich herum wahrzunehmen.

Und mal ganz laut und inbrünstig "Danke" zu sagen,
zum Beispiel für die Teebeutel. Ihr wisst, ich trinke am liebsten die echten Teebeutel aus England, und muss immer schauen, dass ich Nachschub bekomme. Ich hatte letzte Woche viele verschenkt und heute den LETZTEN benutzt!!!! Ich dachte schon, jetzt fragst du mal im Forum, ob zufällig jemand in London wohnt und dir neue schickt.
Was glaubt ihr, was eben vor zwei Minuten die Postfrau brachte??

Einen ganzen neuen Jahresvorrat englischer Teebeutel von Kerstin.

Das is doch ein Ding oder?

Ich hatte neulich Irmis Champagner ausgetrunken. Letzte Woche schickte mir Simonchen eine neue Flasche.

Gestern war ich im Buchladen und musste ganz viel Geld für Gesetzestexte ausgeben, da war keins übrig für ein Buch "für mich" - und prompt landet gestern das Buch von Kirsten bei mir.

Und Schokolade und ne ganz süße Kinderkassette von Claudia kam auch noch.

Das ist natürlich die Ausnahme. Und ich war total baff.
Aber es ist deutlich - oder ?

Es zeigt mir, dass alles irgendwie schon stimmt, und dass ich nicht Angst haben muss, um Teebeutel, Bücher, Sekt, Schokolade, Entspannung, Erzieher und Katzen und Autos und Kontos und Tankstellen, um das Leben an sich.

Um nichts muss ich Angst haben.
Um gar nichts.

Am besten ist wohl, ich sage "DANKE" !!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich glaube, es braucht keinen besonderen Zeitpunkt, um "Danke" zu sagen.
Ich glaube, ich habe jeden Tag genug Gründe, "Danke" zu sagen.
Ich muss sie nur erkennen.
Auch wenn's keine Schokolade gibt, keinen Sekt, kein Buch, keine Teebeutel.
Dann liegen immer andere Geschenke am Wegesrand und ich muss sie nur erkennen.
So wie Goldmarie.
Ich kann sie nur erkennen, wenn ich frei bin und offen und frei von Angst.
Und Zielen, die ICH vorgeben will.

Wäre ich Pechmarie, dann wäre ich wohl blind.
Ich wollte durch das goldene Tor, wollte einen bestimmten Wunsch erfüllt haben, ein bestimmtes Geschenk erhalten.

Und wäre doch blind für den täglichen Goldregen, der immer da ist, den ich nur sehen muss.

So war das mit der Obstschale und dem Gral.

So ist das vielleicht mit dem Sonnenschein, der täglichen Liebe, die uns umgibt und dem Kinderwunsch.???

Ich sende euch ganz liebe Frühstücksgrüße. Bitte seid nicht traurig, wenn ich nicht immer soviel hier im Forum schreiben kann, wie ich WILL !!!!!!,
denn ich habe gerade mal wieder gelernt, dass ich mit dem Leben gehen muss und will,
und nicht das LEBEN MIT MIR !!!!!

Biggi