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Das Wunder der Ohrkerzen

Meine Lieben,

ich möchte Euch kurz zu den Ohrkerzen schreiben, was ich weiß:

 

Ohrenkerzen sehen aus, wie dicke Strohhalme aus Bienenwachs. Um sie herzustellen, trägt man immer wieder Bienenwachs auf einen Leinenstoff, und wenn er dick genug ist, rollte man ihn über Hölzchen (früher verwendeten wir einfach den Stil von Küchen-Holzlöffeln),  so dass eben dieser Strohhalm entsteht.  

Um sie anzuwenden, zündet man das eine Ende der Kerze an,  das andere Ende steckt man in den Eingang des Ohres. Dabei liegt man auf der Seite, so dass die Kerze genau senkrecht nach oben stehen kann.  

Eine solche Behandlung ist eine gute Partnerbehandlung. Wer die Ohrkerzenbehandlung erhält, liegt auf der Seite, ein Helfer macht nichts anderes, als die Kerze senkrecht zu halten, und dafür zu sorgen, dass das untere Teil im Ohr gut abschließt, und keine Nebenluft im Ohr gezogen werden kann.

 

Weiter nichts.

Dann lässt man die Kerze in aller Ruhe abbrennen.

Durch die Kerze gehört, knistert es wie an einem schönen Lagerfeuer.

Es entsteht Wärme, die uns entspannt.

Und Entspannung ist die beste Voraussetzung,

um mal was loszulassen- nicht nur die Verschlackungen im Kopfbereich,

sondern auch emotionalen Müll.

Loslassen- das ist ein Motto der Ohrenkerze.

 

Es entsteht auch ein leichter Unterdruck, den man zwar nicht spürt,

er findet aber statt und erklärt die weitreichenden Heilwirkungen.

 

Ich erklär euch das:

 

Durch das Abbrennen der Kerze entsteht eine Kaminwirkung.

Das kleine Licht braucht Sauerstoff,

den es sich sofort vom unteren Ende der Kerze holen würde,

wenn es könnte.

Da der untere Teil aber im Ohr dicht sitzt,

entsteht ein minimaler Unterdruck,

den man aber nicht spürt.

 

Auch die leichte Wärme fühlt man nicht direkt.

Wenn ich also von Unterdruck oder Wärme spreche,

dann sind beide fast unmerklich.

 

 

Durch den Doppeleffekt aber wird das Ohrenschmalz weich und es

bewegt sich in Richtung Ohrausgang.

Ebenfalls unmerklich, aber doch sichtbar.

 

Das Ohrenschmalz gehört zum lymphatischen System.

Dieses ist für unsere Gesundheit zuständig,

es versorgt den Körper mit allem, was er benötigt,

es ENT-sorgt viele Körperschlacken,

und wann immer es in Bewegung ist,

findet Heilung statt.

 

Durch die leichte Kaminwirkung der Kerze, bringe ich Ohrenschmalz

in Bewegung.

Und es entsteht eine systemische Folgewirkung.

Stellt euch das so vor:

Wir bringen eine kleine Menge Ohrenschmalz in Bewegung,

und "entnehmen" es so aus dem System.

Der Körper wird in den folgenden Tagen versuchen,

dieses fehlende Ohrenschmalz zu ersetzen.

Dafür bedient er sich in den umliegenden Gebieten,

mobilisiert dort die Lymphe und holt so Ohrenschmalz in die

unterversorgten Bereiche.

 

Doch dort "fehlt" es ja dann auch wieder.

Und der Prozess setzt sich fort.

Immer weiter und tiefer führt dieser Umbauprozess.

 

Andere Therapeuten nennen das eine Sog-Wirkung,

das ist es aber nicht wirklich und auch nicht in diesem

Umfang.

Es ist eine Umbauwirkung, die nach und nach und je nach

Anzahl der Anwendungen, die Abwehrkräfte zunächst einmal des Kopfes

nachhaltig in Bewegung bringt.

 

Bei der Anwendung selbst bringen wir nur ein klein wenig Ohrenschmalz

in Bewegung.

Die Folgewirkung setzt sich dann nach und nach aufs ganze Kopfsystem fort.

 

Wozu ist das gut?

 

Eigentlich sollten diese erstaunlichen Dinger gar nicht Ohrenkerzen heißen,

finde ich, weil das ein wenig irreführend ist. Und ihrer weitreichenden Kraft,

das Immunsystem des ganzes Körpers zu stärken, so gar nicht gerecht wird.

 

Aber gut: Im Ohr stellen sie auch schon ganz schön viel an.

Selbst, wenn man eigentlich keinen Grund hat, sie an zuwenden,

dann wird man schon nach 2 oder 3 Anwendungen

feststellen, dass die Farbe des Ohrenschmalzes sich verändert.

Es wird schließlich wieder so hellgelb werden, wie bei einem Baby.

 

Das ist schon mal ein schönes Gefühl, das zu erleben.

Wir sind hier in den Bereichen Wellness und Beauty.

 

Gleichzeitig gibt die Farbe des Ohrenschmalzes immer auch Auskunft

über den Zustand des Lymphsystems , im Kopf und letztendlich des ganzen Körpers.

Das ist erstaunlich, finde ich.

 

Besonders im Alter neigt das Ohrenschmalz dazu, sich zu verdunkeln, in der

Homöopathie kennen wir das Symptom: Ohrenschmalz, Farbe schwarz.

Das ist nicht die Tagesordnung, es zeigt aber, dass es sich im Laufe des Lebens verdunkelt.

 

Wird es wieder heller, lacht die Abwehr.

 

Mit diesem heller werden verschwinden auch kleine Symptome, die man

bis dahin vielleicht gar nicht so richtig wahrgenommen hat,

Ohrjucken kann verschwinden, manchmal erst nach einer kleinen Erstverschlimmerung,

piepsen, brummen, ein dumpfes Gefühl, all das kann verschwinden.

Viele Menschen und besonders Kinder sind einfach nur empfindlich an den Ohren.

Sie bekommen Kopfschmerzen bei Kälte oder Wind, die Ohren tun weh, wenn bei fahrendem Auto die Fenster aufgemacht werden, oder man spürt es, wenn man

hoch in der Luft ist, beim Fliegen oder im Wasser, wenn man tiefer taucht.

Vielen Menschen macht es nichts aus, wenn nach dem Duschen oder Tauchen,

oder einfach nur nach dem Haare waschen etwas Wasser im Gehörgang bleibt, anderen wieder macht das viel aus.

Eine solche besondere Empfindlichkeit oder eine Schmerzreaktion bei Druckschwankungen

sind Anzeichen für ein schwächelndes lymphatisches System.

Es kann generell schwächeln, es schwächelt aber auch phasenweise. Es zeigt uns dann an,

dass im Körper und hier ganz besonders im Kopf oder beim Kopf oder vom Kopf ausgehend, ein Prozess in Gang ist.

 

 

Und ich sage es jetzt noch einmal generell:

Wie in der Homöopathie können sich einzelne Symptome und Befindlichkeiten zunächst einmal deutlicher zeigen, das nennt man Erstverschlimmerung, doch klingt das so edrohlich, finde ich, und es ist nicht ganz passend formuliert,

zeigt uns doch dieses Phänomen, dass der Körper

ganz genau an diesen Stellen auf diesen kleinen Heilreiz

mit all seinen eigenen Mittel positiv reagiert.

Er räumt auf.

Und initiiert eine Heilung.

 

Es sollte klar sein, dass man die Kerzen bei einer akuten Mittelohrentzündung nicht anwendet!

Da braucht man weder Wärme oder Unterdruck.

 

Wir haben aber gute Erfahrungen, wenn sich bei Kindern immer wieder

Wasser hinterm Trommelfell bildet, und haben so manches Ohrröhrchen

mit den Kerzen verhindern können.

 

Am Tag nach der Anwendung kann man oft wahrnehmen, wie das

Ohr reagiert. Das gehört kann empfindlicher werden.

Manchmal hat man das Gefühl, der Wind weht ins Ohr,

es kann man piepen,

die Ohren können unterschiedlich hören,

die hohen Töne kommen klarer.

Insgesamt alles Zeichen das die Ohren sich berappeln.

 

Ich selbst habe selten Probleme mit den Ohren im Flugzeug,

und werde jetzt schnell noch zwei oder drei Anwendungen machen,

damit ich nicht überraschend Probleme mit dem Druck bei der Landung

bekomme.

Das habe ich zweimal in meinem ganzen Leben erlebt,

und ich möchte das nie wieder haben, das kann nämlich richtig fies wehtun.

Das ist der Grund, weshalb ich die Kerzen bestellt habe,

und da dachten wir, ok, bieten wir sie gleich auch an.

 

Oft erlebe ich in Flugzeugen, wie besonders kleine Kinder anfangen zu weinen. Die Mütter haben dann abschwellendes Nasenspray zur Hand- das ist aber zu spät, damit müsste man zwei drei Tage vorher beginnen. Die Stewardessen kommen und reichen zwei Plastikbecher, die man sich kurzerhand übers Ohr stülpt- doch das hilft dann alles nicht mehr wirklich.

Es ist die angeschlagene Ohrgesundheit, die sich bei den anstrengenden Druckverhältnissen schmerzhaft meldet. Hier heißt es: Das Ohr vorher gesund bekommen, am besten dauerhaft.

 

Die Kerzen können aber viel mehr.

Und es gilt: je tiefer die Wirkung erwünscht ist,

desto höher die Zahl der Anwendungen.

Das ist wichtig zu wissen.

 

Es macht keinen Sinn, eine Halsentzündung mit einer einmaligen Anwendung behandeln zu wollen, und dann nach einem Tag vielleicht enttäuscht zu sein, weils nicht geholfen hat.

 

Mit jeder weiteren Anwendung wird die Wirkung spürbarer sein.

Habt also Geduld.

 

Ein großes Anwendungsgebiet sind Stirnhöhlen und Nebenhöhlen.

Ok, immer können Zähne dafür die Ursache sein,

sind es vermutlich auch,

doch verliert der Körper im Laufe der Zeit des "Gereiztseins" die Fähigkeit , auch hier alles in Schach zu halten. Da macht es Sinn, die Selbstheilungskräfte wieder zu stärken. Genau das tun die Kerzen.

 

Oftmals kann man beobachten, dass nach der Anwendung Sekrete ins

Fließen kommen. Aus dem Ohr läuft oder krümelt ohnehin nachts

das in Bewegung gebrachte Ohrenschmalz wieder heraus.

Es kann aber auch die Nase laufen.

Oder die tränen.

Jede dieser Reaktionen ist eine gute Reaktion!

Viele Menschen berichten, dass es in den Nebenhöhlen knackt, (am nächsten Tag)

auch diese, die keinerlei Beschwerden der Höhlen haben,

hier zeigt sich die systemische Wirkung des lymphatischen Systems.

Hier sind wir in der Prophylaxe, dem Königsweg der Heilkunde!

 

So, und wenn ich nun aus der la main aufliste, was die Kerzen vermögen,

dann ist das hoffentlich auch verständlich.

Bei Kopfschmerzen und Migräne.

Die Sofortwirkung ist nicht zu erwarten, es sei denn es ist ein Spannungskopfschmerz.

Liegen die Ursachen in den Höhlen beispielsweise, oder in einer Reizung

der Nerven, dann braucht man eine längere Zeit der Anwendung, um heranzukommen.

 

Prompter reagieren Menschen, mit leichtem Schwindel. Liegt dessen Ursache

in den Gleichgewichtsorganen, dann sind diese über die systemische Wirkung

schnell erreicht, die Durchblutung wird erhöht, so dass schon nach 1 bis 3 Anwendungen

eine Wirkung zu spüren sein kann.

 

Ihr merkt es schon, WIE ein Mensch auf einen solchen Heilreiz reagiert,

ist ganz individuell. Ich kann hier also nur in etwa eine Einschätzung geben,

was schneller reagiert, und was etwas länger dauert, weil es "weiter entfernt" liegt.

 

Auch im Hals haben wir eine Hochburg des lymphatischen Systems.

Eine regelrechte Abwehrbarriere.

Manche Menschen kennen das: Man trocknet sich nach dem Duschen

das Ohr ab und hat das Gefühl, man müsse Husten.

So kommt es auch, dass manche Menschen eine Wirkung im Hals spüren

nach Anwendung er Kerzen, manche gleich, manche später,

manche gar nicht.

Es kommt immer darauf an, ein welchen Systemen eine Schwächung er

Abwehr vorhanden ist.

Vertraut da ganz auf euren Körper, ja?

 

Gleich nach dem Hals kommen die Bronchien.

Halsentzündungen und Atemwegserkrankungen gehören in das Hoheitsgebiet der Kerzen.

Auch hier gilt: Die Wirkung ist umso erstaunlicher,

je chronischer die Symptome sind.

Eine Akute Halsentzündung mit Fieber,

die muss man nicht noch reizen!

Da ist schon alles in Aufruhr und "unterwegs" sozusagen.

 

Bei akuten Beschwerden gehören die Kerzen in die Nachsorge.

Bei chronischen gehören sie in die Mittelstreckenhilfe.

 

Entspannung:

Der Körper entspannt bei der Behandlung.

Und tatsächlich gibt es Berichte bei denen eine Depression erfolgreich behandelt

worden sein soll.

Ich denke mal, um einen depressiven Schub zu lindern gehört weitaus mehr,

ich führe es aber auf, weil ich schon klarmachen möchte,

dass die Kerzen auch auf unsere Gefühle Einfluss nehmen.

So, wie jeder Yogakurs das kann.

 

Unsere Gefühle unterliegen einem System, dass sich Parasympathikus nennt,

dieser lenkt alle selbständigen Funktionen im Körper.

Er sorgt beispielsweise dafür, dass das Herz schlägt, ohne dass wir uns

wissentlich darum kümmern müssen.

Und dass wir atmen, ohne andauernd einen bewussten Impuls dafür zu liefern.

 

Die Verdauung unterliegt dem Parasympathikus, vielleicht erklärt dies die heilende Wirkung bei Darmerkrankungen?

 

Diese Wirkung auf den Parasympathikus und unsere Gefühle ist eine zusätzliche.

 

Und sie wird uns auch helfen, wann immer wir die Kerzen meinetwegen zur Kopfgesundheit einsetzen. Eine emotionale Wirkung unterstützt den Heilprozess immer.

 

Einige Patienten berichteten, dass Herpes oder die Neigung zu Pickeln

nach und nach abnahm. Auch das würde ich nicht generalisieren,

es wird aber stimmig, wann immer diese Erscheinungen, und das können ja

auch Hautausschläge aller Art im Gesicht sein, oder um die Nase herum,

oder um den Mund, in einer Schwäche unseres lymphatischen Systems ihre Ursache haben.

 

Ganz vorne sind die Kerzen in der Prophylaxe!

Bei Kindern mit der Neigung zu Ohrenentzündungen behandelt man

in der gesunden Zeit und stärkt so die Abwehr.

Bei Neigung zur Verlegung des Trommelfells,

wendet man die Kerzen an, BEVOR das Trommelfell wieder

belegt ist.

 

Besonders die "Senioren" waren erfreut über diese Wirkung, weil sie sich den halbjährlichen Gang zur Ohrspülung im Laufe der Zeit sparen konnten.

IST das Trommelfell wieder zu, dass gelingt die Lösung mit den Kerzen

nicht gleich und nicht so leicht, so dass auch hier immer die

Beschwerdefreie Zeit die Zeit der Anwendung ist.

 

 

Man kann die Kerzen prima bei Kindern und auch bei Tieren anwenden.

Besonders hier Hunde und Katzen, wenn die ewig Ekzeme und "so Sachen"

an den Ohren haben. Die Tierärzte geben ihnen vorher Rescue- Tropfen,

nach ein oder zwei Anwendungen genießen die Tiere das.

 

Auch bei Kindern und auch bei Babys habe ich die Kerzen kontinuierlich

angewendet. Hier sollte zunächst die Mutter die Erfahrung der Kerzen

selbst gemacht haben, damit sie dem Kind Ruhe und Vertrauen vermitteln kann.

 

Das bedeutet, man muss erst lernen, dass das Ohr nicht heiß wird,

und dass bei offener Flamme die Haare nicht versengen,

und nichts tropft, etc.

Seid euch sicher: Nichts von dem passiert!

IST mir nie passiert.

 

Hat jemand Angst oder richtige Kräusel-Locken, kann man zur Sicherheit ein kleines Handtuch über die Haare legen.

Wer die Kerze hält, achtet die ganze Zeit darauf, dass sie wirklich senkrecht steht.

 

Es sollte ruhig im Raum sein, weil die Kerzen wie ein Hörgerät wirken.

 

Achtung auch beim Anzünden, das "Knacken" vom Feuerzeug kann sehr laut werden,

wenn man ihn durch Röhrchen hören muss.Also immer anzünden weit weg vom Körper,

und erst in brennendem Zustand anlegen.

 

Ist es still im Raum bei der Anwendung,

dann hört man das Feuer,

man hört das Zischen,

und man träumt und schnurzelt weg.

 

Je öfter man die Kerzen anwendet,

desto eher kann es sein, dass "Patienten" dabei

einschlafen.

 

Das ist gut.

 

Wer die Wirkung erfassen möchte, der kann sie sich notieren.

Dabei werden ihr sehen, dass sie immer 2-3 Tage lang spürbar ist,

und mit jeder weiteren Behandlung tiefgreifender wird.

 

 

Polypen, ich habe die Polypen vergessen!

Die Kerzen schaffen es, Beschwerden durch Polypen zu lindern und auch zu heilen.

Sie helfen auch den Schnarchern, und bei allen Formen der Atemnot.

Das gilt auch für Asthma, Krupp, spastische Bronchitis.

 

Ihr könnt jede Behandlung mit einem ätherischen Öl anreichern.

 

Das habe ich überhaupt vergessen zu schreiben.

Unsere Ohrkerzen haben innen eine extra Lage Baumwolleinen.

Darauf könnt ihr drei Tropfen ätherisches Öl eurer Wahl geben.

Immer unmittelbar vor der Anwendung, weil die Öle ja flüchtig sind.

 

Das ist dann, als würdet ihr das Öl ins lymphatische System einspielen.

 

Das ist eine andere Wirkung, als beim Einreiben oder Inhalieren.

Es ist eine Punktlandung ins innere, dort, wo wir sonst so schwer hinkommen..

 

 

 

So, das wars im Prinzip, aus meinem Nähkästchen, wenn was nicht klar ist,

dann fragt doch gerne nach.

 

so,

jetzt Frühstück,

 

lieber Morgengruß

 

Biggi

 

Juli 2010